Pieve di Cadore 2014

Pieve di Cadore (Dolomiten) Juni 2014

Blick von der Bar Roccolo aus auf den Lago Centrale di Cadore

 Anfahrt zum Hotel Dolomié - Via privata Dolomiti 18

Das Hotel liegt hangwärts oben am Nordwestrand des Ortes. Wenn man von Cortina d'Amezzo aus in den Ort hineinfährt, kommt man rechts an kleiner Kirche vorbei und sieht dann links das Albergo al Pelmo

gleich danach geht links die Privatstraße hoch:

 

ca drei Kurven, dann ist man oben.

Mo, 16.6. Anreise von U. + H.  (M kommt am 20.6. dazu und fährt am 24.6 wieder zurück; die Gruppe mit 12 Personen kommt am Sa, dem 21.6 und bleibt bis zum 28.6.2014)

via Brenner, Brixen, Pustertal, Zwischenstopp am Pragser Wildsee, Toblach, Cortina d'Ampezzo (dort Kauf von 3 Fahrradschläuchen und Suche nach Fahrradweg) und Einchecken im Hotel Belvedere in Pieve mit Blick auf Lago centrale di Cadore.
 

Erster Spaziergang durch Ort und umgebenden Wald: Roccolo plus Festungen und Landscape Art. Erstes Abendessen im "Pigneta" (Irena Muccilli) direkt neben dem Hotel
 
Di, 17.6. Mountainbike-Tour,
vom Hotel weg nach Calalzo di Cadore von dort in das Val d'Oten bis hinauf zum Wasserfall (cascata delle pile) bei der Capanna degli Alpini auf 1395 Hm. (Das höher gelegene Rifiugo Galassi ist wegetechnisch wegen umgestürzter Bäume und Schnee noch nicht zugänglich. Über die Kirche San Giovanni bzw. der Chiesa del Caravaggio zum Praciadelan (1044 m, Restaurant, nicht geöffnet), dann teils in Begleitung einer italienischen Kindergruppe, teils fahrend, teils schiebend den breiten aber grobschotterigen Weg hoch zu den Wasserfällen.
Am Nachmittag Gang durch Pieve di Cadore (zentrale Eisdiele, "Tiramisu-Lasagne", man spricht deutsch) mit Erkundung des Zugangs zum Hotel Dolomié und vorbei am Brillenmuseum.
Pieve liegt sehr schön in einer Entourage von Dolomiten Felsen .
Am späten Nachmittag Spaziergang zur Bar Roccolo - direkt über dem langestreckten Lago di Centro Cadore (Prosecco 2 Euro, Spritz ebenfalls, Weißbier 3 Euro).
 
Mi 18.6., Bergwanderung auf den Dionisio (1940 HM) / Rifiugo Antelao (1796 Hm)
Dionisius ist der Schutzheilige des Cadore. Wir wählten Pozzale als Startpunkt (ca 1100 Hm, per PKW), dann auf dem Pfad 253 über due baîte und costa nuda (1540 Hm) bis zur forcella Antracisa (1693 Hm). Dort befindet eine eher verlottert wirkende Berghütte der Sektion Pieve di Cadore und eine Gedenktafel an den Bergführer Tita Panciera.
Nach Pause auf sehr schönem Panoramaweg hoch zum Kircherl des Dionisio mit schönem Blick auf den Monte Pelmo (3061 Hm) im NW, im N der Monte Antelao (2732 Hm) und die Marmarole und südlich am Gegenhang die Spalti di Toro (die man vom Rif. Padova erreichen kann).
 

Über die leider nicht bewirtschaftete Antelao-Hütte (Sektion Treviso) zurück zur Forcella und dann über einen großen Bogen auf dem 250-iger zuzrück nach Pozzale.
Viele schöne Bergblumen, Enzian, Schusternägele, Berglilien, ährige Teufelskralle, Maigköckchen, Ranunkeln und Anemonen ...
 
Do 19.6. Mit dem Rennrad nach Auronzo: wenig unterhalb von Pieve runter zum Radweg (geht gleich beim Kreisverkehr am Ortsrand von Pieve ab) bis zum Bahnhof bei Calazo, dann über die Brücke bei Vallesella auf die östliche Seite des See, dort Abzweig zum Rifiugo Padova, immer am See entlang, dann in etlichen Kehren hoch nach Lorenzago di Cadore, wo auch Papst Johannes Paul Urlaub machte, nach einem Espresso runter zur Hauptstraße und bei reichlich Verkehr nach Auronzo. Kurze Pause. Es beginnt zu regnen. Zurück auf Hauptstraße bis Pieve. Nachmittags Brillenmuseum und Spaziergang bis Tai. Abendessen vegetarisch.
 
Fr 20.6. Nach Frühstück im Belvedere Umzug ins Hotel Dolomie, dort einchecken bei Giovanni, der uns schon erwartete. Eckzimmer 105, hell groß, kein Kühlschrank).
Mit Auto hinunter nach Sottocastello und der Via legno zur Staumauer, über diese hinweg am See entlang zum Chalet Mirlago, dort viele Kurven (ca 40) hoch auf 1157 m (La Faghera). Hier ist die Teerstraße zu ende (aber man könnte auf einer wohl mit EU-Geldern neu angelegten Erdstraße noch weiter hoch fahren in Richtung Casera di Verdorcia). Zu Fuß über den mit 350 gekennzeichneten Weg hoch zum Rif. Tita Barba auf 1821 m, wo auch schon mal Papst Johannes Paul im Urlaub war und ein Gebet gebetet habe. Wieder viele schöne Bergblumen. Und oben dann viele schöne Dolomitenberge.
Vom Rif. (war noch geschlossen, Dach wurde gerade repariert) sind wir auf dem 350 noch ein paar Meter weiter in Richtung Forcia Pian de Lars (wäre über 2000 m) und zurück auf Weideweg in Richtung Casera di Verdorcia. Verdorcia stand bei einer Marienstatue bei einer Privathütte (kurz unterhalb der Weideregion).
 
In Sottocastello Espresso und Tramezzini – dann ins Hotel Dolomié. Hier erstes Halbpensions-Abendessen im großen Speisesaal. M. kommt gegen 20:15. Wir vereinbaren Frühstück um acht Uhr und erste gemeinsame Ausfahrt mit den Rennrädern.
 
Sa 21.06.2014
H. fährt solo – mit MTB bis 3 km vor Cortina d'Ampezzo, M. und ich über Venas di Cadore erst ca 150 Hm talwärts, dann hinauf (10 % Steigung) auf den Passo Cibana auf 1530 m, dort Espresso und Gespräch mit Motorradfahrern aus Bonn und Fürstenfeld. Dann hinunter nach Forno di Zaldo und Longarone (474 m), etwas nördlich davon in östlicher Richtung nach Diga del Vajont, wo der Erdrutsch vom Monte Toc in den 60-iger Jahren eine Flutwelle aus dem Speichersee auslöste mit ca 2000 Toten. Oberhalb davon in Erto (ca 777 m) Mittagessen in der Osteria „Gallo Cedrone“ (Auerhan)) mit Gerstenrisotto (orzotto ai funghi o tarassaco) bzw. Gnocchi (gnocchi di zucca burro salvia e ricotta fumè), dann über den Fahrradweg = alte Straße Belluno → Pieve zurück. Unterhalb Perarolo di Cadore Wasserfall mit Schneekegel. Letzte Steigung von Sottocastello nach Pieve. Ca 1700 Hm und etwa 100 km. Am Hotel sind die Burglengenfelder gerade beim Auspacken der Räder und Einchecken. Eisdiele in Pieve mit Tiramisu-Lasagne, Einkauf im Supermarkt.
Abendessen in der Gruppe am langen Tisch. Während es gestern bei der Halbpension nur zwei Gänge plus Nachtisch gab, waren es heute vier Gänge: Salat, Speckknödel, Tagliatelle, Schweinefilespieße mit Schinken umwickelt, Macedonia als Nachtisch. Anschließend Fußball Deutschland-Ghana 2:2
 
So 22.6.2014
Erste Gruppenausfahrt über Auronzo zum Lago di Misurina,
 
dann über den Tre Croce nach Cortina d'Ampezzo, dazwischen Pause mit Brennessel-Lasagne bzw. Birnenstrudel. 5 km nach Cortina auf dem Fahrradweg nach Pieve, mit M. gleich noch mal weiter bis kurz unter Lorenzago, 112 km und ca 1500 Hm. P. geht wandern, auf die Redorcia bzw. noch weiter in Richtung Forcia Pian de Lars, aber bei 1900 Hm war Schluß wegen Schnee (nordseitig).
 
Mo, 23.6.
Heute geht P. zum Rif. Antelao und wenn möglich noch weiter. Die Gruppe fährt nach Norden, 17 km über Auronzo in Richtung Kreuzbergpass hinauf (1215 m), dann östlich bis Santo Stefano di Cadore (dort Mittagessen), von dort zurück in südwestlicher Richtung, ein 4 km langes Tunnel wird umfahren auf einer aufgelassenen Straße mit größeren Schäden, J. hat ein Problem mit seiner Kette, H. einen Platten und dann gibt es auch noch Regen für ca 10 km. Von Pieve aus führt M. sie auf die andere Seite des Sees (Lago Centrale di Cadore) und wieder zurück. Für späten Nachmittag war Regen angesagt, der sich zum Glück erst gegen Ende des Abendessens in Form eines Gewitterregens einstellt.
U und H fahren mit Auto nach Perarolo, mit Rad auf der alten Straße Richtung Süden (Belluno) zwei Orte über Longarone hinaus und wieder zurück, dann mit Auto nach Erto. Das „Gallo Cedrone“ (Lokal zum Auerhahn) hat leider geschlossen, viele der Häuser wirken unbewohnt oder stehen zum Kauf, andere sind hübsch restauriert, manche mit künstlerischem Anspruch. Dann weiter mit dem Auto durch Longarone hindurch nach Forno di Zaldo und hinauf zum Passo die Cibiana auf 1530 Hm, von hier mit Shuttle-Bus 600 m höher zum MMM, dem Bergmuseum von Reinhold Messner auf dem Monte Rite.
 
Di 24.6.2014
P, J und H fahren nach Calalzo-Molina und gehen zu Fuß über Grea nach Rizzios, wo es noch viele alte Häuser gibt. Typisch sind Balkone und Außentreppen und als Mauerwerk Geflechte aus Nußbaumstangen und Mörtel. Malerisch. Später suchen sie die kalten Schwefelquellen von Lagole auf und danach die Bar Roccolo,. Hierhin kommen später auch ein Teil der Gruppe, die heute auf dem Passo di Mauria (1298 Hm) war. Hin über Lozzo, zurück über die kleine Straße die von Lorenzalgo (Kaffetrinken im Albergo Trieste) hinunter zur Ostseite des Lago Centrale führt.
 
M. verabschiedet sich von der Gruppe, die zum Mittagessen im Ristorante Henry in Domegge (Spaghetti in den verschiedenen Varianten wie "carbonara" oder "alio & olio") einkehrt und erst später zurück nach Pieve fährt. Drei (K, H und E) fahren von hier aus nach Perarolo bzw. Caralte, dem Geburtsort von Gianni, einer (W.) fährt noch auf den Passo Cibiana (W)).
Die meisten anderen gehen zur Eisdiele, danach duschen im Hotel, dann ebenfalls zur Bar Roccolo (Spitz 2.-- Euro, ein Weißbier 3.2-- Eur0).
Ab 17:45 starker Regen, ab 18:00 Uhr Spiel Italien-Uruguay, das Italien mit 0:1 verliert, womit sie ausscheiden. Ab 19:30 wieder Abendessen.
 

Mi, 25.6.2014
Heute ist das Wetter noch schlechter angesagt als an den Vortagen, insbesondere kälter. Mittwoch ist traditionell Ruhetag. Die meisten gehen vormittags ins Museum (Brillenmuseum museo dell'occiale, Geburtshaus von Tizian, Museo Archeologico Cadorino),

Tizian

eine läuft eine Runde (S.), mittags gehen die einen ins vegetarische Restaurant, die anderen in eine Pizzeria, nachmittags fahren drei (A + Chr + N) über Calalzo ins Val d'Oten bis zum Ende der geteerten Straße beim Praciadelan (auf 1044 Hm), U. kurvt mit dem MTB durchs Lágole und fährt einen Feldweg hoch nach Rizzios, andere (S. He. K) fahren mit dem Rennrad mal kurz auf den Passo di Cibiana (1536 m), fünf andere mit dem Auto nach Belluno (F, J. P, Hi, H, A). Ab 17:30 Uhr starker Regen. Abends Fußball Frankreich gegen Ecuador.

Do, 26.6.2014
P. und Hilde fahren mit dem Auto ins Val d'Oten bis auf die Praciadelan (s.o.) und wandern ob der unterschiedlichen Marschgeschwindigkeiten jeder für sich steil aufwärts die Südabhängen der Marmorole-Berge hinauf. Die Wege sind von vorausgegangenen Regenfällen noch glitschig.  W. fährt für sich allein mit dem Rennrad und bringt es auf knapp 4000 Hm (mehrere Pässe: Cibiana, Staulanza, Duran und erneut Cibina), die Mehrzahl fährt erst über den Cibiana und von dort südwestlich zur Kreuzung bei Forno di Zolde, hier trennt man sich, die einen Essen Mittag in Forno di Zoldo und fahren dann nach Lonaredo im Piave-Tal, dann dieses hoch nach Perarlo bzw. Pieve di Cadore, die anderen (S.,H, H, K und U) über den Staulanze und Selva di Cadore hoch zum Passo di Giau, und zurück nach Pieve über Cortina d'Ampezzo (2970 Höhenmeter auf ca 115 km). Heute abend Fußballspiel Deutschland-USA (1:0).

 

 

Fr, 27,6,2014

Bis in den Morgen hat es geregnet. Nach dem Frühstück kommt die Sonne durch. Die Gruppe entschließt sich dann doch zum Radln. Die letzte Ausfahrt geht wieder nach NO, über Vigo di Cadore auf die 1790 m hohe Sella di Razzo, ca 1000 Hm in einem Anstieg. Sie kommen gegen 14 Uhr zurück, wenige Minuten bevor es erneut zu regnen beginnt.
P., J. H. und U gehen zu Fuß los, auf dem Fahrradweg hinunter nach Sella di Cadore zur Via romana, wohl der alten Via Augustana entsprechend, aus dem Piavetal hinauf Richtung Cortina. Anzuschauen gibt es eine schindelüberdachte Holzbrücke, zwei Kirchen und zahlreiche Patrizierhäuser. Mittagessen oben auf dem Radlweg. Am Nachmittag fahren P u U und H mit dem Auto (von P) in eine Patisserie in Domegge und anschließend auf der anderen Seeseite die mäßig gute Straße hoch zum malerisch gelegenen und schön hergerichtetem Rif. Podova auf 1278 m Höhe.
Zum letzten gemeinsamen Abendessen wird uns vom Haus eine große Flasche veroneser Rotwein (San Mattia, Giovanni Ederle, 2010) gestiftet. Sabine bedankt sich bei den Organisatoren (N F u A) und bei K, der den Kleinbus gefahren ist und auch auf der morgigen Rückfahrt wieder steuern wird. Jeder bekommt eine Flasche Wein. Anschließend noch gemütliches Zusammensein im Hotelfoyer.

 

Sa 28.6.2014

Nach dem Frühstück Heimfahrt

 

 

 

 

ausführlicher Reisebericht mit personenbezogenen Fotosdownloads: 521 | type: pdf | size: 1 MB

Das Kennwort dürfte den meisten bekannt sein und stimmt mit dem Namen überein, der für die alle Jahre stattfindende Unternehmung üblicherweise verwandt wird.

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