Pfalz 2015

Am Samstag, den 3.5.15, begann zum 6. Mal die Tour durch die rebellische Geschichte der Pfalz und dieses Mal auch Nordbadens. Wir starten in Rastatt und enden am Freitag, den 8.5.15 ind Rohdt bei Edenkoben.

Aufstand und Rebellion in der Pfalz – eine politische Radreise in ein verborgenes Kapitel deutscher Demokratiegeschichte 1789-1849

Mit Thomas Handrich, Politikwissenschaftler

politische-radreisen.de/

   

Wir sind eine kleine Gruppe (insgesamt sind wir 10 Personen), altersmäßig gut durchmischt (von 30 bis über 60 Jahre) und alle neugierig auf das, was uns erwartet.
Wir beginnen in Rastatt, fahren dann über Wissembourg die Weinstraße entlang nach Norden, um dann mitten im Pfälzer Wald eines unserer Quartiere aufzuschlagen.

Wir werden geführt von Thomas Handrich (Politikwissenschaftler - politische-radreisen.de/thomas-handrich/ ) und Neelke Wagner (Politikwissenschaftlerin, Berlin; www.mehr-demokratie.de/md-redaktion.html)

Referenten
Die Historikerin Irmgard Stamm zeigt uns in Rastatt das Denkmal der 1889 in Rastatt hingerichteten Freiheitsrevolutionäre, hält uns im Revolutionsmuseum einen geschichtliche Vortrag über die gesamte Epoche, sie führt uns durch die Kasematten der ehemaligen Festung und versetzt uns in die Zeit der Belagerung im Sommer 1849 zurück.

Inge Hoffmann aus Kandel ( www.kultourissimo.com) führt uns in Wissembourg in die pfälzisch-elsässische Geschichte einführen und uns von revolutionären Geschehen um 1789 berichten;
Axel Kuhn, lange Jahre an der Universität Stuttgart der Kenner der Französischen Revolution und seines Widerhalls in Deutschland zeigt uns die großen Zusammenhänge der Freiheitsbewegungen auf.
Der ehemalige Gewerkschaftssekretär Anton Kobel, geboren in Elmstein, berichtet uns über die Geschichte in seinem Tal im Allgemeinen und über Armut und Revolte im 19 Jahrhundert und macht mit uns einen Spaziergang durch den Ort Elmstein und den Zauberwald („Museumsbestand“ von bis zu 240 Jahre alten Eichen und Kiefern) und ist auch beim Besuch des Elmsteiner Waldarbeitmuseum mit dabei.

 

In Neustadt führt uns der Historiker Werner Schreiner in das Neustadt zur Zeit des Hambacher Festes einführen und in Rhodt erwartet uns der Historiker Klaus-Jürgen Becker mit seinem Ausflug in die Wirkungsgeschichte der Bayern in der Pfalz zwischen 1814 und 1914.

Rolf Übel ist unser Experte in Nussdorf und Landau.

Erinnerung für die Zukunft
Wir möchten Sie einladen zu einer Zeitreise in ein verborgenes Kapitel deutscher Demokratiegeschichte.
Es waren kleine Dörfer und Städte in diesem schönen Landstrich, unweit der französischen Grenze, welche als erste in Deutschland den freiheitlichen Geist der französischen Revolution dazu nutzten, die kirchliche oder adlige Obrigkeit zu verjagen. Rund um Bergzabern wurde kurzerhand eine Republik nach französischem Vorbild ausgerufen.
Wenige Jahrzehnte später ereignete sich in der Pfalz das berühmte Hambacher Fest. Es konnte nur hier stattfinden, wo die demokratische Opposition am stärksten war. Und auch 1849 war die Pfalz, mit Kaiserslautern als Zentrum, für kurze Zeit Hauptstadt des Pfälzischen Aufstandes zur Verteidigung der ersten demokratischen Verfassung in Deutschland. Gemeinsam mit der badischen Aufstandsbewegung kämpften die pfälzer Aufständigen für die erste demokratische Verfassung in Deutschland.
Beginnen werden wir in Rastatt, dessen Schloss heute ein Freiheitsmuseum beherbergt. Während der Reise werden HistorikerInnen, VolkskundlerInnen und lokale Initiativen uns die Geschichte von Unterdrückung und Freiheitswillen, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, näherbringen.

Zwei Hauptfragen werden uns dabei begleiten:
Was ist aktuell geblieben vom damaligen Streben nach Freiheit, Gerechtigkeit und Selbständigkeit? Gibt es Parallelen zur heutigen Situation und zu unserem Verhalten gegenüber den gegenwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen?

Diese politische Radreise soll nicht nur den Geist ansprechen. Ähnlich den Tausenden Teilnehmenden am Hambacher Fest werden auch wir die weinreiche und weinselige Pfalz, mit ihrer Ess- und Trinkkultur, kennenlernen, einige Burgen (zu Fuß) erklimmen und die schönen Landschaften genießen. Geradelt wird gemütlich mit wenig Steigungen, insgesamt höchstens 40 km/Tag; sportlichen RadlerInnen werden aber auch Optionen geboten, sich u.a. auf Gebirgsetappen zu begeben.

Schloss Hambach         Wissembourg

Stationen der ersten Pfalzreise Reise 2015

Rastatt: In die gerade neu fertiggestellte Festung zog sich im Sommer 1849 die badische Revolutionsregierung mit ihren Freiheitskämpfern aus Baden und der Pfalz zurück. Heute erinnert ein Freiheitsmuseum in einem Teil des Schlosses an die letzte Bastion der deutschen Demokratiebewegung in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Wir übernachten unmittelbar am Fluss Rhein, der bereits damals die Grenze zu Frankreich bildete und von einigen Freiheitskämpfern auf ihrer Flucht durchschwommen wurde.

Wissembourg im Elsass: Das wunderschöne mittelalterliche Städtchen war Zufluchtsort vieler demokratischer Oppositioneller, welche aus Deutschland fliehen mussten. Es lädt ein zum Verweilen in einem der vielen netten Cafés.
Elmstein: inmitten des Pfälzer Waldes sind wir einquartiert im Naturfreundehaus
Rhodt/Gleisweiler: Die Schönheit der beiden Dörfer an der Weinstraße, mit ihren Blicken auf den Gebirgskamm der Haardt und die Weite der Rheinebene, inspirierte die herrschenden Fürsten und die Geistlichkeit, zum Bau repräsentativer Parks und monumentaler Gebäude. OrtschronistInnen werden uns erzählen, wie die einfache Dorfbevölkerung damals lebte.
Hambacher Schloss: Hier traf sich 1832 im Mai die erste große Protestbewegung für ein republikanisches Deutschland. Eine Ausstellung soll daran erinnern. Anschließend stärken wir uns in am Fuße des Berges in Hambach und tauschen unsere Eindrücke zum Konzept der Ausstellung aus.
Nussdorf/Landau: Als französische Garnisonsstadt war Landau damals eine Exklave Frankreichs. Nach der französischen Revolution bildeten sich hier zwei Jakobinerclubs, ein deutscher und ein französischer. Wir werden u.a. Einblick in die Protokolle nehmen und in Nussdorf Häuser der neuen Zeitrechnung ab der französischen Revolution anschauen.

Rohdt

Links

Axel Kuhn (Rastatt)
http://www.axel-kuhn.de/ 

 

Herzlich Willkommen auf den Seiten von Axel Kuhn - Schriftsteller und Historiker.
Hier erfahren Sie unter anderem alles über das wissenschaftliche Wirken von Prof. Dr. Axel Kuhn als Historiker sowie über die Kriminalbuch-Reihe um den Amateurermittler Andreas Franck - http://www.axel-kuhn.de/manny_mailman.html

Bernd Elsner
http://www.bernd-elsner.de/

Ich bin wie immer telefonisch unter 06328-989367 zu erreichen.
Natürlich freue ich mich auch über eine
e-mail: [email protected] bernd-elsner.de

Inge Hoffman-Vaz (Wissembourg)
Herzlich willkommen bei Kultourissimo: www.kultourissimo.com

Entdecken Sie mit uns die deutsch-französische Grenzregion
Kultourissimo bringt Sie auf Tour, öffnet Ihnen das Herz für die kleinen und großen Sehenswürdigkeiten einer geschichtsträchtigen Region – geprägt von reizvollen Landschaften und malerischen Dörfern. Wir bieten, bei maßgeschneiderten Halb- und Ganztagstouren, Begegnungen der besonderen Art. Lassen Sie sich überraschen.
Inge Hoffmann-Vaz
Bismarckstraße 20
76870 Kandel
Tel: +49 (0)7275/ 61 81 34
Mobil: +49 1741/ 55 14 43
[email protected]
www.kultourissimo.com

Klaus-Jürgen Becker
http://www.klaus-j-becker.de/joomla/gemeindearchiv

http://www.klaus-j-becker.de/joomla/veroeffentlichungen
z.B. Kleiner Überblick zur Geschichte der SPD Pfalz, in: 140 Jahre SPD Pfalz. Neustadt 2013,
"Interessenverbände und Gewerkschaften in Rheinland-Pfalz im 19. und 20. Jahrhundert" In: Kreuz-Rad-Löwe Band 2: Vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis ins 21. Jahrhundert, Mainz 2012, ISBN: 978-3-8053-4291-9
Bildband: Das königlich bayrische Ludwigshafen 1816-1918. Im Sutton Verlag. ISBN: 978-3-86680-625-2
Vom Scheitern der Demokratie - Die Pfalz am Ende der Weimarer Republik

Rastatt - Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte
http://www.bundesarchiv.de/erinnerungsstaette/
Herrenstrasse 18 (Schloss)
76437 Rastatt
Tel. 07222/77139-0
Fax 07222/77139-7
E-Mail: [email protected]
Öffnungszeiten
So.-Do. 9:30 - 17:00 Uhr
Fr. 9:30 - 14:00 Uhr
Sa. Geschlossen

Unsere Dauerausstellung zeigt das jahrhundertelange Ringen der Deutschen um Freiheit, Demokratie und Einheit. Den Besucher erwartet eine lebendige Ausstellung mit den Schwerpunkten "Die Revolution von 1848/49" und "Wir sind das Volk! Freiheitsbewegungen in der DDR 1949-1989".
http://www.bundesarchiv.de/erinnerungsstaette/dauerausstellung/

Die Dauerausstellung gliedert sich in zwei Schwerpunkte mit den Themen "Die Revolution 1848/49" (Kapitel A-K)

• A - Die Freiheitsbewegungen in der frühen Neuzeit
Im 16. Jahrhundert erheben sich Bauern gegen ihre weltlichen und kirchlichen Herren. Sie fordern religiöse und persönliche Freiheiten. mehr …

• B - Gesellschaftlicher Wandel und soziale Frage
Die Industrielle Revolution leitet eine radikale gesellschaftliche Umwälzung ein. Bevölkerungswachstum, Missernten und Arbeitslosigkeit führen zu sozialen Konflikten.

• C - Zwischen zwei Revolutionen: 1789 - 1848
Die Gedanken der Französischen Revolution finden auch in Deutschland Anhänger, die für persönliche Freiheitsrechte, politische Teilhabe und nationale Einheit kämfpen.

• D - Die Märzrevolution
Freiheit und nationale Einheit sind die zentralen politischen Forderungen im März 1848. In Berlin kommt es am 18. März zu gewaltsamen Auseinadersetzungen.

• E - Die Deutsche Nationalversammlung 1848/49
In Frankfurt berät das erste frei gewählte gesamtdeutsche Parlament über die Verfassung für einen zukünftigen deutschen Nationalstaat.

• F - Die Grundrechte
Die in der Nationalversammlung beschlossenen "Grundrechte des Deutschen Volkes" werden Vorbild für die Weimarer Reichsverfassung und das Bonner Grundgesetz.

• G - Der Kampf um die Reichsverfassung
Einige deutsche Fürsten lehnen die Frankfurter Reichsverfassung ab. In Baden kommt es deshalb erneut zu Aufständen, die aber von Truppen des Deutschen Bundes niedergeschlagen werden.

• H - Wechselnde Sonderausstellungen
Kabinettausstellung „Gustav W. Heinemann und die Erinnerungsstätte”

• J - Freiheitskämpfer in der Emigration
Zahlreiche Revolutionäre fliehen vor politischer Verfolgung ins Ausland, vor allem in die Vereinigten Staaten von Amerika.

• K - Gustav W. Heinemann und die Erinnerungsstätte
Die "Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte" verdankt ihre Entstehung der Initiative des Bundespräsidenten Gustav W. Heinemann (1899-1976).

und "Freiheitsbewegungen in der DDR" (Kapitel 1-5).

• 1 - Friedliche Revolution und Wiedervereinigung
Massenflucht und Demonstrationen führen am 9. November 1989 zum Fall der Berliner Mauer. Am 3. Oktober 1990 tritt die DDR dem Geltungsbereich des Grundgesetzes bei.

• 2 - Jugend zwischen Anpassung und Auflehnung
Besonders Jugendliche zeigen einen ausgeprägten Freiheitswillen. Sie treten für die Freiheit ein, obwohl sie mit harten Strafen rechnen müssen.

• 3 - Freiheitsbewegungen zwischen 1945 und 1961
Bereits vor der Staatsgründung regt sich Widerstand. Am 17. Juni 1953 kommt es zu einem landesweiten Volksaufstand. Mit dem Bau der Berliner Mauer 1961 wird der letzte Fluchtweg in den Westen abgeriegelt.

• 4 - Freiheitsbewegungen zwischen 1961 und 1989
In den 1970er Jahren gründen sich oppositionelle Kultur-, Friedens-, Umwelt- und Menschenrechtsgruppen. Die evangelische Kirche bietet ihnen ein Forum.

• 5 - Das Ministerium für Staatssicherheit
Kontrollen, Schikanen und willkürliche Verhaftungen von Andersdenkenden gehören zum Alltag in der DDR. Der Staatssicherheitsdienst geht ohne Skrupel gegen unangepasste Bürger vor.

Literatur
"Der "Verräter", der begnadigt wurde: Otto von Corvin (1812-1886) und die Revolution in Baden" Gebundene Ausgabe – November 2012
Irmgard Stamm

Otto von Corvin, 1812 geborener Schriftsteller und Freiheitskämpfer, ist eine der schillerndsten Figuren der Badischen Revolution, war Chef des Generalstabs der Revolutionäre in Rastatt und führte schließlich in aussichtloser Lage die Übergabeverhandlungen mit den Preußen – und wurde deshalb im Jahr 1849 von den Siegern als einziger der zum Tode verurteilten Anführer in letzter Minute begnadigt. Zum ersten Mal erscheint nun eine ausführliche, spannend zu lesende und wissenschaftlich fundierte Biographie dieses Freiheitskämpfers, der bislang weniger Beachtung gefunden hat, als er verdient. Er war ein Abenteurer im Freiheitskampf, eine schillernden Persönlichkeit, die mehr Vorbild war als Held, dabei stolz, eitel, überheblich und voller Selbstvertrauen. In jahrelangen Recherchen hat Irmgard Stamm dazu zahlreiche Originaldokumente – unter anderem Briefe und Notizen Corvins –

"Leben an der Grenze: Auswirkungen der Grenzlage zum Elsaß auf die Bewohner von Rastatt und Umgebung zwischen 1918 und 1945" (Stadtgeschichtliche Reihe)

Irmgard Stamm (1997)

 

"Die Straße der Demokratie: Ein Routenbegleiter auf den Spuren der Freiheit" Broschiert – 15. Juni 2011 

von Suanne Asche (Herausgeber), Ernst O Bräunche (Herausgeber), Thomas Lindemann (Series Editor)
Neue Stätten, neue Routen und alte Bekannte: die zweite Auflage des Routenbegleiters „Straße der Demokratie” hat Ausflugsvorschläge zu 12 revolutionären Orten anzubieten. Im Offenburger „Salmen“ wurden 1847 erstmals in Deutschland die wichtigsten politischen Grundrechte ausgerufen. Karlsruhe war unter anderem Ort der badischen Verfassung von 1818 und ist als Sitz der höchsten deutschen Gerichte noch heute die „Residenz des Rechts“. Die Frankfurter Paulskirche gehört ebenso zu den aufgeführten Zielen wie Lörrach, Ausgangspunkt für Demokratiebestrebungen im Grenzgebiet. „Wir sind das Volk, das seine Freiheit fordert!“ Unter dieser Parole schlossen sich im Mai 1849 Soldaten der Rastatter Bundesfestung und Rastatter Bürger zu einer friedlichen Demokratiebewegung zusammen – ein bis dahin einzigartiger Vorgang in der deutschen Geschichte und ein Schritt auf dem weiten Weg zu einer stabilen Demokratie, wie sie uns heute selbstverständlich erscheint. Sie begegnen auf den Spuren der Freiheitsbewegungen Revolutionären, Rebellen und Demokraten von der Französischen Revolution bis in die Gegenwart und lernen anhand von Gebäuden, Museen, Plätzen und vielen anderen Erinnerungsorten die gemeinsamen freiheitlich-demokratischen Traditionen im „Wilden Südwesten” kennen. Dieser Reisebegleiter stellt auf der „Straße der Demokratie“ insgesamt 12 Zentren südwestdeutscher Demokratiegeschichte vor – von Lörrach über Offenburg bis Rastatt, von Stuttgart über Karlsruhe bis Philippsburg und Sinsheim, von Neustadt mit dem Hambacher Schloss, Zweibrücken und Homburg nach Mannheim und Frankfurt.

"Die Französische Revolution" Taschenbuch –
von Axel Kuhn (Autor)

Mit der Französischen Revolution beginnt die Herausbildung der modernen, bürgerlichen Welt. Axel Kuhn stellt Voraussetzungen, Verlauf und Folgen dieser Umwälzung dar, diskutiert Forschungsprobleme und beleuchtet intensiv das Verhältnis der Deutschen zur Revolution. Karten und Tabellen erleichtern die Übersicht; zur größeren Anschaulichkeit ist der Band durchgehend illustriert.

"Einigkeit und Recht und Freiheit: Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte" Broschiert – Februar 2002 

von Bundesarchiv Aussenstelle Rastatt (Herausgeber)

"König Nußknacker und der arme Reinhold" Gebundene Ausgabe – 1982 

von Heinrich Hoffmann

"Der Freiheit kurzer Sommer: Auf Mathilde Franziska Annekes Spuren durch die pfälzisch-badische Revolution von 184" Taschenbuch – 18. Juni 2012 

Diana Ecker
Mai 1849. Die pfälzisch-badische Revolution ist ausgebrochen. Inmitten von 8.000 Revolutionären, die durch die Pfalz und Nordbaden ziehen, reitet auch Mathilde Franziska Anneke. Die Journalistin und Intellektuelle aus Köln wird während des Revolutionszuges einer Reihe von gleichgesinnten Frauen und Männern begegnen, so z. B. Carl Schurz (dem späteren Innenminister der USA), Amalie Struve und Friedrich Engels. Der Freiheit kurzer Sommer endet bereits nach sechs Wochen mit der verheerenden Niederlage gegen die Truppen des Deutschen Bundes in Rastatt. In letzter Minute kann Mathilde Franziska Anneke mit ihrem Mann Fritz über den Rhein ins Elsass flüchten. Einige Monate später wird ihr Weg sie ins amerikanische Exil führen. Mathildes Memoiren einer Frau aus dem badisch-pfälzischen Feldzuge von 1848/49 begleiten die Autorin Diana Ecker an die historischen Orte der Revolution. Aus der Sicht Mathildes versucht sie, die damaligen Geschehnisse zu begreifen, die überraschend oft noch in der Gegenwart lebendig werden.

"Das Junge Deutschland: Texte und Dokumente", Hrsg. von Jost Hermand, Reclams Universal-Bibliothek ; Nr. 8703 Broschiert – 1966 

von Jost [Hrsg.] Hermand

"Zur Geschichte der Südpfalz / Von der Französischen Revolution bis zum 20. Jahrhundert" Taschenbuch – Oktober 2006

 

von Rolf Übel (Herausgeber), Helmut Seebach
• Taschenbuch: 372 Seiten, 29,70 Europ
• Verlag: Bachstelz-Vlg; Auflage: 1., Aufl. (Oktober 2006)
• Sprache: Deutsch
• ISBN-10: 3924115303
• ISBN-13: 978-3924115302

"Die Festungen an Queich und Lauter. K&K Historische Reiseführer zur Geschichte der Pfalz und des Elsaß (Frankreich)" Taschenbuch – 1996

Von Rolf Übel

"Das königlich-bayerische Ludwigshafen" Broschiert – Restexemplar, 6. September 2010 

von Bernhard Kukatzki (Autor), Klaus Jürgen Becker

Dr. Klaus J. Becker, stellvertretender Leiter des Stadtarchivs Ludwigshafen
Aus einem kleinen Festungswerk Mannheims am linken Rheinufer hervorgegangen, wurde die Gemeinde Ludwigshafen erst 1853 gegründet. Zunächst als bayerischer Handelshafen am Rhein in Konkurrenz zum badischen Mannheim gedacht, wurde die junge Stadt schnell zum Experimentierfeld der Industriellen Revolution. Insbesondere durch die Ansiedlung der BASF 1865 entwickelte sie sich mit amerikanischem Tempo zu einer Großstadt. Dr. Klaus J. Becker, stellvertretender Leiter des Stadtarchivs Ludwigshafen, und Bernhard Kukatzki, renommierter Autor lokalgeschichtlicher Bildbände, haben für dieses Buch über 240 bislang zumeist unveröffentlichte Fotos überwiegend aus dem Bestand des Stadtarchivs zusammengetragen. Eindrucksvolle Motive aus der königlich-bayerischen Zeit zwischen 1816 und 1918 dokumentieren den Aufbau und den Wandel des Stadtbilds, werfen einen Blick auf die Entwicklung der Industrie, zeigen den Beginn der Arbeiterbewegung und beleuchten den Alltag der Ludwigshafener. Dieser Bildband ist eine spannende Zeitreise durch ein Jahrhundert königlich-bayerischer Geschichte am linken Rheinufer, der eine längst vergangene Epoche der Ludwigshafener Historie in Erinnerung ruft.

"Historischer Weltatlas" Gebundene Ausgabe – 15. April 2015 

von Dr. Walter Leisering

Reichhaltiges Kartenangebot zur Geschichte des Altertums, des Mittelalters und der Neuzeit. Themenkarten zur Geschichte der Staaten und Kulturen und zur historisch-politischen Entwicklung sowie zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Z.B. „Europa zur Zeit Napoleons 1804 - 1815“, „Europa nach dem Wiener Kongreß 1815“, „Mitteleuropa 1815 bis 1866“, „Verfassungen im Deutschen Bund bis 1848“

Bayerische Landesausstellung in Ingolstadt (30.4. bis 31.10.2015, Bayerisches Armeemuseum). "Napoleon und Bayern" -
www.ingolstadt-tourismus.de/tourist-information/einmalig-in-ingolstadt/landesausstellung-2015-napoleon-und-bayern.html
www.ingolstadt-tourismus.de/uploads/media/NAPOLEON_HAUPTFLYER_web_01.pdf
www.ingolstadt-tourismus.de/uploads/media/Rahmenprogramm_zur_Bayerischen_Landesausstellung_01.pdf

"Bis heute blickt man in Bayern mit gemischten Gefühlen auf das Bündnis mit Napoleon. Einerseits führte es in die Katastrophe. Zu erinnern ist an die tausende bayerischen Soldaten, die vor allem 1812 in Russland ihr Leben ließen. Andererseits erfüllte sich für Bayern der Traum von militärischem Glanz und außenpolitischer Größe. Napoleon führte Bayern – anders als Preußen – nicht in die Niederlage, sondern zum Sieg. Das Bündnis mit dem Kaiser der Franzosen brachte Bayern die Königskrone, ein vergrößertes Territorium, das bis heute Bestand hat, und die erste liberale Verfassung. Damals begann das moderne Bayern – und sein „Geburtshelfer“ war Napoleon.

Allerdings war es eine schwierige Geburt, die vor allem für die Bevölkerung mit großen Opfern verbunden war. Es waren nicht nur die Soldaten, die Bayern stellen musste, auch im Land selbst waren Plünderungen, Verwüstungen, Hunger und Ängste durchzustehen. Denn Bayern war Durchzugsgebiet für die verbündeten und feindlichen Armeen. Bis heute finden sich an vielen Orten Erinnerungsspuren an den Einfall der Soldaten, der häufig genug leergeräumte Felder, Stallungen, Speicher und Vorratskammern hinterließ. Bayern war auch Schauplatz von Schlachten zwischen den französischen Heeren unter Napoleon und seinen Gegnern, allen voran Österreich. Hohenlinden und Eggmühl können davon Zeugnis ablegen. Nach den Schlachten blieben Tausende Gefallene und Verwundete zurück.

Am Ende der Geschichte war Bayern gerade noch rechtzeitig der Bündniswechsel gelungen: weg vom sinkenden Stern Napoleons, hin zum alten Verbündeten Österreich. An der letzten entscheidenden Schlacht gegen Napoleon, der Völkerschlacht von Leipzig im Oktober 1813, in der Napoleon eine verheerende Niederlage erlitt, nahmen die Bayern zwar nicht teil, sie standen jedoch auf der Seite der Sieger. So konnte man die durch Napoleon gewonnenen Territorien auch im Wiener Kongress sichern.

Am Ende dieser so glanzvoll begonnenen Epoche war Bayern bankrott, die Wirtschaft lag am Boden und man konnte sich erst Jahrzehnte später von den Verlusten wieder erholen. Dennoch bleiben das vergrößerte Staatsgebiet, die innenpolitischen Errungenschaften und eine spezifisch bayerische Erinnerung an diese Zeit: der Mythos Napoleon à la bavaroise"

Quelle: www.hdbg.de/napoleon/
Thomas Handrich bietet auch noch eine andere interessante Reise an

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