Monti Berici 2015

Wandern in den Colli Berici – Di 6. bis So.11. Oktober 2015  - Dieter (München) & Claudio (Padua)
     
Di 6.10 – Vier der 12 Teilnehmer reisen (schon am Vortag) mit ihren Autos an, die anderen 8 treffen sich um 7:15 (oder kurz danach, S-Bahn-Ausfall auf der Stammstrecke) am Münchner Hauptbahnhof am Gleis 11. Dieter hat Gruppenfahrkarten besorgt und Sitzplätze reserviert, alles klappt hervorragend, auch das Umsteigen in Verona. In Vicenza müssen wir uns sputen, die Rucksäcke ins Hotel Terazza (Via Alessandro Rossi 86, ++39-444-283428) zu tragen und dann auf 15:30 wieder am Bahnhof zu sein, wo uns Claudio’s Schwester zu einem Stadtrundgang in Empfang nimmt. Sie liebt Vicenza und versteht es, uns mit ihrer Begeisterung anzustecken. Sie zeigt uns das von Andrea Palladio und Camozzi erbaute Teatro olimpico, in dem noch heute Aufführungen stattfinden und eine mit vielen Details und eindrucksvollen Bildern ausgestaltete Kirche (Santa Corona), dann geht es im Palazzo Thiene zunächst auf eine Balustrade und schließlich auf das Dachterrassen-Lokal, wo wir bei gute Aussicht auf die Stadt einen Drink zu uns nehmen, quasi einen Aperitif vor dem Abendessen  in einem ganz sympathischen zentral gelegenen Selbstbedienungslokal („Righetti“, Piazza Duomo 3). Hier gibt es Baccalà, Minestrone, Polenta, Bigoli, Fagottini….  Als Absacker spendiert R. eine Runde Grappa auf der Terazza-Hotel-Terrasse.
 
 

Mi 7.11. Vicenza à Brendola (Locanda La Pergola, Via Dante Alighieri 134, Brendola; ++39-444-601675)
Mit dem Bus bis Nogarazza, dann beginnt die Wanderung. Nicht nur in Vicenza, auch auf dem Land gibt es schöne Villen,- nicht alle sind gut erhalten.  Im ersten Ort, in Valmarana verschieben wir die Mittagspause  und wandern weiter. Zweifel kommen auf an der Ortskundigkeit von Claudio, der an manch einer Wegkreuzung in seinen Karten und auf seinem Tablet nachschaut, dort die Kirche „Salve Regina“ nicht findet („strano“), Radler nach dem Weg fragt und unserer Meinung nach in einer offensichtlich falschen Himmelsrichtung läuft.  Darauf angesprochen erklärt er, dass er ein paar Schleifen zieht, denn schließlich mache es wenig Sinn, schon nachmittags um zwei am Ziel zu sein. Nach verdienter Mittagspause (Valmarana, Trattoria Colinetta) und späterer Picknick-Pause (auf dem Freizeitplatz eines Hundezüchtervereins) gelangen wir  auf etwas schlammigen Wegen („fango“) zu einer am Monte de Lovo gelegenen  Burgruine „Castello“ o „Rocco dei Vescovi“  - mit Blick auf die Ebene und auf ein Grundstück, in dem drei Flugzeuge stehen. Über Brendola gelangen wir zu unser ersten Unterkunft „La Pergola“, wo wir hervorragend untergebracht und verköstigt werden.
 

Do 8.10. Brendola  à Pederiva (Hotel  Isetta, Contrada Pederiva 96, 36040 Grancona;  ++39-444-889992)
Die Stimmung in der Gruppe ist freundlich und zugewandt (“wannst net weida gehst dann da-tritt-i-di”). Nach opulentem Frühstück wandern wir - vorbei an einem Wäschewaschplatz, ehemaligen Mühlen und einer Farm (Ziege im Hühnerstall) bergan bis nach San Gottardo, wo wir in der trattoria Santielle auf Dieter treffen, der sich von einem Taxi hat hoch fahren lassen. Zunächst – des Ausblicks wegen, geht es hoch zur Parocchiale (Blick auf die Stammburgen der befeindeten Familien von Romeo und Julia ) und vorbei an einer langen Mauern aus Kalkstein-Quadern (Pietra dei Berici) in die trattoria zu einem Pastagericht plus Landwein plus Kräuterschnaps. Nach einer großen Runde rund um San Gottardo geht es talwärts – vorbei an einer Steinsäge-Fabrik. Entlang eines Forellenbaches und blumenreicher Wiesen gelangen wir nach Pederiva ins Hotel Isetta. Über dem Ort thront die Pfarrkirche von Grancona. Großeinkauf im lokalen Supermarkt für das morgige Picknick (Panini mit Pancetta, Sopressa, Asiago).  Abendessen wieder in der großen Runde. Dieter und H. spendieren den Wein.

 

Fr  9.10. Pederiva à Moniticello (Botteghino Risorto, Via Monte Pozetto 8, 36045 Longio; ++39-444-835455)
Auch heute geht es wieder steil bergan, auch heute begleitet uns das Gebell von Haus- und Hofhunden.  Oben auf dem Plateau sucht Claudio vergeblich einen alten überdachten Brunnen, der wohl der Neuanlage von Weingärten zum Opfer gefallen ist.  Ein Stopp auf den Stufen eines (geschlossenen) Straßenrestaurants wird genutzt zum Abfragen von Mails und sonstiger Online-Informationen, den nächsten Stopp nutzt Claudio zu einem Plausch mit einer Bauersfrau, mit der er auch kurz im Gehöft verschwindet (honi soit qui mal y pense). Schon mit Blick auf die oben auf einem Hügel gelegene Villa Rocca Pisana gehen wir einen Feldrain entlang als und zwei Kindergruppen begegnen, darunter auch mehrere farbige Kinder. Der Eintritt in die Villa kostet fünf Euro, die sich lohnen. Lichtdurchflutete Räume, gut erhaltene antike Innenausstattung … schöner Blick in die Ebene.  Danach das Picknick auf der Wiese unterhalb der Villa. Kaffee würde es dann auf dem weiteren Weg geben, gab es aber nicht. Die Gruppe teilt sich auf, einige gehen auf der Teerstraße, die anderen weiter mit Claudio über Naturpfade zur Unterkunft.

   

Sa 10.10. Monticello à Villaga (Agriturismo Belvedere, Via Croce Nera 15, 36921 Villaga; ++39-444-886546)
Heute (und am Sonntag) ist Claudio’s Freundin mit von der Partie.  Durch Weingärten und in Blickweite von Jägern geht es erst nach N (Stopp bei der Kirche San Lorenzo detto „Cesola“), dann nach NO ins Tal. In S. Germano dei Berici gibt es in der Dorfkneipe einen Kaffee, dann geht es nach O steil hinauf in die Gegend von Pozzolo, jedenfalls zu einem „Casiotto graziotto“ einem kleinen mörtelfreien Rundbau aus Natursteinen, in dem die Schäfer (und Schäferinnen) Unterschlupf fanden,  - „graziotto“, weil im Frühjahr oben drauf Lilien blühen . Danach Picknick am Ortsrand, den Wein dazu hat Claudio mitgeschleppt. Schließlich Ankunft im Agriturismo Belvedere, dem gegenüber ein gleichnamiges „Castello di Belvedere“ (Villa Barbarano) zu sehen war und in dessen Nähe (10 Min) es die San Donato Höhle gibt. Beides haben wir nicht angeschaut, sondern die verschiedenen Sorten des (selbst produzierten) Landweines genossen. Opulentes Abendessen („lecker, lecker“), trotz Klassentreffen im Nebenraum in aller Ruhe und Gemütlichkeit.

So 11.10. Villaga à (Auto) à Mossano à Costozza à(Kleinbus)à Vicenza à (Zug à Verona à München)
Die Landshut klinken sich aus und lassen sich mit PKWs zu ihren in Vicenza geparkten Autos fahren. Die anderen fahren mit Privatautos vom Agriturismo nach Mossano, von wo aus es in wieder hinauf geht in die östliche Flanke der Colli Berici – auf Panoramawegen geht es nach Norden – im mit wunderbarem Blick auf die benachbarten Colli Euganei. Im Ristorante Aeolia in Costozza gibt es erneut ein hervorragendes Essen („lecker, lecker“ – bzw. „zum nei legn“), dann kommt der Abschied von Claudio und seiner Freundin. Ein Kleinbus bringt uns nach Vicenza zum Zug. Bis auf einen etwas längeren Aufenthalt am Bahnhof in Rosenheim verläuft die Rückfahrt unkompliziert. Abgesehen von den schweren Rucksäcken – jeder konnte etwas aufzählen, was er getrost hätte zuhause lassen können - war es eine rundum gut gelungene Unternehmung, dank guter Vorbereitung von Claudio und Dieter.

 

Karte mit eingetragenen Unterkünften 1 von 2downloads: 394 | type: pdf | size: 493 kB
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