Island 1999

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Island by bike
 
 
Do. 8.7. bis So. 1.8. 1999
Ulrich: Honda Transalp (FS-UR 1)
H: KTM 640 in Ralley-Ausführung
 
Do. 8.7.99 und Fr. 9.7.99
Anfahrt mit den Motorrädern auf dem Hänger von Regensburg über Kassel nach Flensburg, dort gegen 16:30 Hänger abgestellt und per Motorrad weiter, über die dänische Grenze bei Pattburg (Padborg) nach Nordwesten (über die 8 bis Tinglev, 401 vorbei an Bögun bis Skærbæk, von Nr. 11 dann links=westlich ab) nach Romö. Hier Übernachtung an der Südspitze in Havneby (Fähranleger nach Sylt) in einem Hotel mit Whirlpool. Abendessen in Restaurant „Landgangen“, danach noch Spritztour über Feldwege.
 
Sa. 10.7.99
Fahrt an der Westküste hoch durch Dänemark. Kurzer Stopp an Bunker aus 2. Weltkieg kurz nach Limfjorden an der Nr.11, schließlich Ankunft in Hanstholm kurz nach 16 Uhr. Am Fähranleger der Smyril-Line sammeln sich Auto’s und Biker u.a. zwei Oberpfälzer auf Straßenmaschinen, teils total überladen, zwei Gespanne, ein für’s Gelände sicherlich ungeeignetes Motor Gutsi Gespann, ein Däne auf einer BMW R80, ein Forstwirt auf einer African Twin, insgesamt ca 30 Fahrzeuge.
Abfahrt gegen 20 Uhr mit der Narönna, einem eher schon etwas alterschwachen Fährschiff der Smyril Line, mit vielen Lackschichten, die teils abblätterten. Das Fährunternehmen hat seinen Sitz auf den Färöer-Inseln, der Preis pro Person, in 4-Mann-Kabine, mit Motorrad betrug 1584.--- DM. Man verbringt zwei Nächte an Bord, glaubt rechts (östlich der Fahrtrichtung) Norwegen liegen zu sehen, fährt dicht an den Shetland Inseln vorbei 
und kommt schließlich montags morgens um 6 Uhr auf den Färöer-Inseln (Faroyar) an, in Torshavn („torschaun“).
 
Da die Fähre später weiterfährt nach Norwegen (Bergen) müssen die Motorräder ausgeladen werden. Man verbringt zwei Nächte auf den Färöern.
Nach ein, zwei Runden durch die Stadt finden wir – gegen 8 Uhr 30 – die vorbestellte Unterkunft. Wir werden erwartet und dürfen frühstücken. Es handelt sich um ein als Pension genutztes Wohnhaus, in dessen großen Wohnzimmer gegessen und sich unterhalten wird, ein Fernseher bzw. Radio leistet gute Dienste zum Abhören des Wetterberichts. Auf den F.-Inseln gibt es im Jahr 221 Tage mit Niederschlägen, wobei es angeblich weit mehr als 10 Wörter gibt, um zwischen Niederschlägen zu differenzieren. Wir erlebten dichten Nebel in den höheren Regionen, am zweiten Tag auch kräftigen und anhaltenden Regen. Trotzdem kurvten wir ca 550 km über die Inseln und fanden landschaftlich recht eindrucksvolle Regionen, Buchten, Felsen im Meer (Sage von Riesen und Hexe, die zu Felsen im Meer erstarrten, weil sie es nicht schafften, vor Tagesanbruch das Land zu erreichen) sowie ein Naturschutzgebiet mit mehreren Seen und vielen Vögeln.
 
Am Mo, den 12.7. unternahm wir noch eine Tour in nordwestlicher Richtung bergan bei Nebel und Nieselregen, dann hinab in die Bucht Kollfjördardalur, dann östlich dem Kollafjörd entlang bis zur Landspitze namens Kjalnestangi, jetzt wieder n.ö. über Hösvik und Hvalvik nach Nesvik, wo eine Straßenbrücke von der Hauptinsel Streymoy (auf der Troshavn liegt) zu der östlich davon gelegenen Hauptinsel namens Eysturoy über den dazwischenliegenden Sund hinüberführt. Hier Tankstelle (Noróskáli), über Tunnel nach Miliumfjarda, jetzt wieder nach N. nach Funningsfjördur und an der Westseite des Funningsfjords entlang nach Funningun, hier im Inland noch hinauf nach Gjógv, einem malerisch gelegenen Dörfchen mit tiefer Bucht, in die Schiffe einfahren können (vgl. Photo) sowie einer Jugenherberge. Hier treffen wir wieder auf M., den blonden Schweiger aus den neuen Bundesländern, in der Jugendherberge trinken wir Kaffee und essen Pfannkuchen, die wir mit Marmelade bestreichen. Wieder zurück auf der Verbindungsstraße 622 (von Funningur im Osten) nach Eiđi (im Westen davon). Ehe wir dieses erreichen, hat man einen guten Blick auf den östlich ins Meer hinausragenden Felsen namens Eiđiskollur, wo wiederum ins Meer vorgelagert zwei Felsnadeln stehen (Riese und Hexe, Eisin und Kellingin).
Blick von Haldarsvik (im NO von Streymoy) auf den Ort Eiđi.
In Eiđi stellt H. fest, daß eine Ölleitung an einer Schraubverbindung ein wenig leckt und läßt sich in einer Werkhalle im Hafenbereich zusätzliches Werkzeug geben (15-er Gabelschlüssel, der ihm schließlich geschenkt wird), im nahegelegenen TK-Hydrotech besorge ich ihm zwei Kupferringe, schaue einem Einheimischen zu, wie er vom Kai aus Flundern angelt und fahre dann eine kleine Runde. Bei meiner Runde finde ich an einem Parkplatz ein Metallgitter (Teil eines provisorischen Holzkohlen-Aluminiumschalen-Grills), den ich mit weißem Klebeband als Steinschutz vor meinem Scheinwerfer befestige.
 
Von Eiđi aus fahren wir den zwischen Esturoy und Streymoy gelegenen Meeresteil („Sundini“) entlang nach Süden, über Autobrücke Norđkáli und Nesvik auf der Streymoy-Seite wieder nach Nordwesten, vorbei an Haldarsvik (wo H. nochmals „schraubt“), nur ich fahre ganz nach Norden, nach Tiønuvik, wo eine kleines Fischerdorf in einer Bucht liegt, in der auch noch Platz für Kartoffeläckerchen ist (von Steinmauern umgeben). Von hier wieder Blick auf Riese und Hexe (Eisin & Kellingin). 
Nach meiner Rückkehr in Haldarsvik stellt H. fest, daß es immer noch nicht dicht ist, wir fahren noch einmal zu TK-Hydrotech (einer Firma, die uns auch der Mann von den Färöer Inseln als seinen Arbeitsplatz genannt hatte, der mit uns in der 4-Mann Kabine gewesen war), H. besorgte sich etwas kleinere Kupferringe, baute diese ein (-ohne daß ich den Tank halten mußte-), und dann war es dicht.
In dieser Zeit wurden im Hof der Firma die letzten Handgriffe an einem Schiff getätigt, schließlich wurde dieses mit einem Gabelstabler zum Kai gezogen und dort mit einem Kran zu Wasser gelassen, unter gebührender Bewunderung von Zuschauern und Presse.
Von Eiđi aus fahren wir zur Brücke (Nesvik), von hier aus nach Nordwesten ins Inselinnere nach Hvalvik / Streymnes, ein malerisches Tal (Saksunardalur) entlang der Dalá (à spricht man au, es bedeutet Bach oder Fluß) auf einer recht schmalen, grob geteerten Straße, die uns wegen ihrer Bodenwellen besonderen Spaß bereitet, bis nach Saksun, wo man bei Ebbe im Watt hinauswandern könnte bis zum Meer. Da es schon abend ist fahren wir nur bis zum letzten Häuschen (Hunde, die H. gut gefallen) oben oberhalb der Bucht, H. schaut sich noch das kleine Kircherl an, dann fahren wir wieder zurück und beschließen, morgen tagsüber noch einmal hierher zu fahren (- was wir dann aber wegen starken Regens nicht machen).
Von Saksun aus zurück in s.ö. Richtung nach Hvalnik und wieder entlang der Sundini, unten am Meer, vorbei an Hósvik zur Landspitze des Kollafjords bis in die Bucht von Signabour, von hier aus nicht wieder hinauf auf den Bergrücken (Straße Nr.10) sondern per Tunnel und am Meer entlang an der Ostseite jenes Inselteils, auf dem Torshavn liegt
entlang des Kalbak-Fjords, vorbei an Sund, Hvitanes und Hoyvik, mit kurzem Aufenthalt in einem Fischerdorf (Kinder auf unseren Motorrädern)
sowie auf dem Zeltplatz (oberhalb Torshaven, am Meer gelegen), wo sich einige der Motorradfahrer befinden, die wir schon von der Fähre her kennen (u.a. der Vielschwätzer sowie der Forstwirt + Däne). Der Ausflug dauerte von von ca 10 Uhr vormittags bis ca 19 Uhr 30, daß Wetter war überwiegend gut.
Wir stärken uns in unser Unterkunft an Sursild, Tilsiter-Käse und Semmeln und unternehmen noch einen Stadtbummel mit Eis am Kiosk und Bier in einer Musikkneipe in Hafennähe (0,5 l dunkles Bier = 50 Kronen, ca 15 DM). H. vertelefoniert seine Telefonkarte im Fähranleger-Gebäude.
 
Am Di, den 13.7. fahren wir nach Vestmanna, da es regnet wählen wir die Tunnelstrecke. Kurz vor Vestmanna, noch kurz vor der Esso-Tankstelle am Ortseingang, biegen wir rechts ab und fahren auf Schotterwegen relativ weit hinauf, bis es nicht mehr weiter geht. Hier hatte H. u.a. im Vorjahr gezeltet. Bei strömendem Regen und mangelnder Erfahrung im Geländefahren ist die Strecke für mich kein Genuß. Inzwischen ist es Mittag, nach einer kurzen Rast in der Tankstelle (H. schmiert sein und mein Visier mit einer Paste ein, sodaß es innen nicht so schnell beschlägt), beschließen wir doch die kurze Fähre zu nehmen und auf die Insel Vágar („Fauchar“ gesprochen) zu fahren (5o Kronen einfach mit Motorrad). Auf Vágar von Oyrargjogv über Miđvágur (hier Abstecher nach Sandavágur) bis weit nach Westen, bis kurz nach dem Ort Sørvágur -> Bøur -> nichts geht mehr. Hier könnte man zwar zu Fuß weiterwandern bis nach Gásadalur, aber ich beschränke mich darauf, an dem am Hang gelegenen Wendeplatz mit dem Motorrad im Stand umzufallen, mal wieder, nicht zum letzten Mal. Am Ortsrand von Bøur, in einem Wartehäuschen, suchen wir Unterschluß vor dem Regen, machen Brotzeit, füttern einen arg zersausten und regennassen Hund mit Kekseln (Photos) und fahren dann zurück – vorbei am Flughafen der Färöer Inseln, bei Sørvàgar (Rejkjavik- Vàgar-Dänemark) zum Fähranleger und „nachhause“, völlig durchnäßt. Dort warme Dusche, trockene Kleidung, Brotzeit, Bett. Am Spätnachmittag allein in die Stadt, Photos von grasbedeckten Häuschen, die noch bewohnt sind, kaufe Perlonschnur zum Angeln und zwei Telefonkarten à 30 Kronen.
 
Mi 14.7. Fahrt hinüber nach Esturoy, nach O durchs Tunnel, nach SO in die Skálabotnur-Bucht , dann weiter nach SO am Ostufer des Skálafjords entlang bis Runavik (hier Fotos am Hafen), dann weiter nach S über Toftir hoch nach Toftavatn, einem Landschaftsschutzgebiet mit hochgelegenen Seen bzw. Hochmooren, in denen Vögel brüten, wieder zurück nach Runavik und selbe Strecke nachhause. Brotzeit und dann langsam Richtung Hafen zur Fähre. Abfahrt abends um 18 Uhr.

Do 15.7
Ankunft morgens um 9 Uhr auf Island, in Seiðisfjörður im (Süd-)Osten der Insel
120 Kronen für Desinfektion von Angel und Zubehör, mit den beiden Hamburgern: B. und N. nach Egilstaðir, dort Geld gewechselt (700 DM = 36 000 Kronen ?), Proviant eingekauft und los geht es, entlang des Lagarflóts nach SW in Richtung Snæfell auf zunächst recht guter, dann teilweise schmieriger Schotterstraße, alle geben mir Tips, schimpfen mich, als ich losfuhr, ohne zu warten bis die B. und N. ihre Maschinen wieder kickgestartet hatten, nachdem auch sie gestürzt waren, weil ich vor ihnen gestürzt war; darauf hin fahren sie vor mir; sie schimpfen mich wieder, weil ich, jetzt als letzter fahrend, kurz anhalte, um einen Pullover anzuziehen, ich hätte Bescheid geben müssen (aber wie, wenn sie doch schneller fahren als ich).
Der Gletscher (Vatnajökull) im SW kommt immer näher, wir durchqueren eine Furt und erreichen die Hütte unterhalb des Snæfell. Davor zeltet ein Schwede, den wir später immer wieder mal treffen werden. Das Wetter wird etwas schlechter. In der Hütte ist es gemütlich warm.
H. und N. ziehen noch einmal los, weiter in Richtung Gletscher. Sie müssen Schneefelder durchqueren und geben auf, als unmittelbar nach einem Schneefeld eine Furth kommt, was beim Rückweg Schwierigkeiten machen könnte.
Die Hüttenwartin heißt Tanja, eigentlich ist sie Goldschmiedin und arbeitet bei ihrem Vater mit, der Juwellier in Reykjavik ist. Sie spricht fast akzentfrei deutsch, wie sich später herausstellt (als N. und B. im Geschäft des Vaters Eheringe kaufen) ist die Mutter Münchnerin. Wir schlafen in Lagern.
 
Freitag 16.7.99
Eigentlich wollten wir von hieraus hinüber zur Askia fahren, da diese aber noch gesperrt ist, beschließen wir, erstmal nach NW zum Myvaten (=Mücken-See) zu fahren. Auf mehr oder minder grobsteinigem oder sandigem Gelände und auch bergauf, bergab folgen wir der F910, durchqueren eine doch recht tiefe Furth:
H. vorneweg, der Schwede als zweiter, als ich hinkomme, stehen N. und B. noch diesseits, ich überlege nicht lange und arbeite mich durch die Wassermassen. Als ich drüben sicher angekommen bin, ziehe ich Watstiefel an, und laufe an mehreren Stellen durch den Fluß, um für N.u.B. verschiedene Passagemöglichkeiten aufzuzeigen. B. benutzt dann auch ein wesentlich flacheres Stück etwas seitlich der von den Autos benutzten Fährte, N. fährt denselben Weg wie wir, wir alle kommen gut hinüber.
Weiter geht es auf der F910. Ich stürze zweimal an sandigen Stellen. Insgesamt sind es 6 oder 7 Furten.
Wir lassen den Abzweig zur Askia links liegen und gelangen über die F905 hoch auf die Ringstraße.
Während wir die Herðubreið (1682m) zunächst (im Westen) nicht eingesehen haben, ist sie von der Ringstraße aus und später auch vom Myvatn aus immer wieder recht eindrucksvoll zu sehen. Es handelt sich um einen schulterförmigen Berg vulkanischen Ursprungs, der durch einen Ausbruch unter dicken Eismassen entstand, sodaß die heiße Laba so rasch abkühlte, daß sie nicht flach verlaufen konnte oder weit in die Gegend verstreut wurde, sondern als steiler Kegel stehen blieb.
Auf der Ringstraße, die hier überwiegend nicht geteert war, ging mir dann das Benzin aus, sodaß die eigens für Island am Sturzbügel seitlich anmontierten Reservekanister (2x6l) erstmals zum Einsatz kamen.
Außerdem stellten die gefüllten Reservekanister einen guten Gewichtsausgleich dar für meine Gepäck- und Topcase bedingte Schwanzlastigkeit.
Wir kommen gegen Abend zum Myvatn, tanken, essen in einer Imbißbude, kaufen im Supermarkt ein. Die Hüttchen auf dem Campingplatz bei Reykjahlið sind alle ausgebucht, sodaß nicht nur B+N sondern auch H. und ich zelten (Leihzelt 1000 Kronen, pro Person und Nacht 900 Kronen), drei Nächte lang, jeder in einem eigenen Zelt, auf einer Schaumstoffmatratze, gar nicht so unbequem.
Es gibt ein „Kochzelt“, was wir wegen des Windes auch gerne für unsere Mahlzeiten benützen. Ein junges französisches Paar gibt uns von ihren Crèpes ab, ein Mutter-Sohn-Paar sowie eine Gruppe junger Holländer, die religiöse Lieder singen und freie Gebete aufsagen, nutzen ebenfalls das Zelt.
Ein älterer Herr aus Ratzeburg mit einer ebenfalls schon etwas älteren BMW ist recht gesprächig, im Ganzen aber etwa miesepetrig.
Der wortkarge M. aus der Nähe von Magdeburg taucht auf und die beiden Oberpfälzer mit ihren überladenen Straßenmaschinen. Sie haben ein Riesen-Zelt dabei mit Tisch und Stühlen, Schnaps und jede Menge Proviant.
Wie wir hören, hat er ein paar Tage später einen schweren Unfall, er wird aus einer Rechtskurve getragen und prallt gegen eine Felswand, schwere Verletzungen an der gesamten rechten Körperseite plus Gehirnerschütterung, per Hubschrauber nach Husavik ins Krankenhaus.
 
Samstag, den 17.7.99
Auf Schlammwegen und durch viele Pfützen auf der F862 zum Dettifoss (westliche Route, die östliche 864 wird von Autos und Bussen bevorzugt), ich wie immer hinterher.
H. geht nicht mit zum Wasserfall, da ca 15 min Weg erforderlich, zunächst durch ein ausgetrocknetes Tal, über welches man auch flußaufwärts zum Selfoss gehen könnte.
5 km weiter im Norden gibt es dann wieder einen Abzweig, jetzt auf einer nur für geländegängige Jeeps (und Motorräder) befahrbaren, grobsteinige Straße, zum Réttarjoss / Vígabjarsfoss. Hier machen wir Fotos von oben hinunter in den Canyon, in welchem das vom Dettifoss aufgewühlte, braunschmutzige Wasser meerwärts fließt, an einer Stelle aber noch klares, blaugrünes Wasser zu sehen ist, das von der Seite her einmündet.
 
Weiter auf der F862 – leider verpassen wir den Echofelsen - bis zur 85. Hier große Straßenbaustelle mit weichem, noch nicht festgewalztem Straßenbelag. Von der Kreuzung aus wäre es nur ca 3 km (in östlicher Richtung) bis nach Asenburg (Asbyrgi) gewesen, einem großen, flachen Krater, der mit Wiesen und Bäumen ausgefüllt ist und von steilen Felswänden umgeben ist, der Sage nach ein Hufabtritt von Sleipnir, dem 8-beinigen Pferd des germanischen Gottes Odin (=Thor=Wotan). Da dieser Punkt aber von H. nicht in sein GPS eingegeben worden war und ich mich nicht hinreichend bemerkbar machen konnte, bogen wir nach Westen ab auf die 85 und auf ihr bis vor zur Halbinsel Tjörnes mit dem Aussichtspunkt Voladalstorfa. Hier Blick hinaus aufs Meer und nach Osten über die Bucht Öxarfjörður( bzw. das Schwemmland der Jökulsá á Fjöllum, die den Dettifoss speist und sich hier aufspaltet in die Lækir und den, die, das Jökulsàròs). Fotos von B&N an der Hangkante sitzend, von H.’s KTM in exponierter Position, und später von N.u.B. auf den Motorräder bei der Weiterfahrt Richtung Husavik. Hier dann Blick nach Westen über das Meer (Skjálfandi) und auf die gegenüberliegenden Berghänge, die teilweise noch schneebedeckt waren. 
In Husavik Essen in der Tankstelle, es ist kurz nach 16 Uhr und der Supermarkt hat (da Samstag) bereits geschlossen. Weiter geht es dann am Ortsausgang von Husavik in s.ö.-licher Richtung in die Reykjaheiði, in ein Gebiet, das, wie wir später erfahren, eigentlich noch gesperrt ist, aus gutem Grund:
Wir kommen an ein Schneefeld, in welchem ein Jeep (eines Isländers!) in den darunter fließenden Bach eingebrochen ist. H. fährt durch das Schneefeld, wir drei anderen umfahren es mit dem Ergebnis, daß wir unterhalb des Schneefeldes durch ein recht matschiges Straßenstück fahren müssen. B.& N. kommen gut durch, B. macht mir Mut, es würde schon gehen, mit Schwung. Ich fahre in derselben Spur nach, zu langsam, und versinke bis über die Kette im Matsch. Ich rufe um Hilfe. H. winkt ab und bedeutet, daß erst mal der Jeep wieder frei kommen soll. Also helfen wir alle, inklusive des schließlich noch auftauchenden Schweden, beim Freischaufeln und Rausschieben des Jeeps. Der Isländer ist bereit, mich mit einem Strick herauszuziehen, was nach vorne nicht gelingt, nur nach hinten und auch da nur, als wir den Strick ganz unten um den Hinterreifen binden. Jetzt sitzt die Kette fest, wir müssen sie freispülen mit Wasser, H. baut auch noch die Ritzelabdeckung ab um auch das vordere Ritzel hinreichend sauber zu bekommen.
Noch sind nicht alle Probleme gelöst, für mich, da ich noch nicht auf festem Grund auf der anderen Seite bin. Der Schwede umfährt das Problem, ich fahre ihm nach, aber da, wo er gefahren ist, ist mir das Gelände zu schwierig. Ich versuche es im Gelände neben der Matschpiste, auch da wird es mir zu schwierig (große Sumpflöcher).B. ruft mir zwar wiederum zu, es würde schon gehen und ich solle doch zufahren, sodaß ich ihr wütend und ärgerlich und verzweifelt zurufe, sie solle doch die Kiste rüberfahren, wenn sie könne. Schließlich kommt N. zu mir gefahren, klaubt meinen Helm auf, und ich tuckere schließlich doch zu der anderen Furt, die auch schon der Schwede bzw. der Jeep benutzt hatten. Diese ist im Gegenanstieg so grobsteinig, daß ich absteige und das Motorrad mit laufendem Motor und schleifender Kupplung hinauf“schiebe“, wobei der Motor mehrfach ausgeht und ich froh bin, daß ich einen E-Starter habe und die Maschine nicht ankicken muß.
Schließlich bin auch ich auf der anderen Seite, der Schwede macht sich davon und auch wir fahren weiter, wie geplant, zunächst noch ein Stück nach Osten (heiße Quelle, kleine Hütte, Abzweig nach Norden), danach durchgehend nach Süden. Die Piste ist auch hier schwierig wegen der tief in den weichen Boden eingefahrenen Spurrillen, sodaß ich mich des öfteren mit einem Bein abstützen muß um nicht zu stürzen. Schließlich wird es sandig (Randir) mit großen Bodenwellen, bei denen es mich bisweilen ganz schön staucht. Die anderen (Staubfahnen) sind weit vor mir, schließlich können sie ihre Vollenduros auch ganz anders belasten als ich meine Straßenenduro, aber zuletzt fahre auch ich 80 bis 110 km/h im Lavasand. Wir erreichen die 87 und fahren auf ihr zurück nach Myvatn zum Zeltplatz.
Ich mache abends noch eine kleine Exkursion, die dann länger dauert, zum Hverfell, dem größten Explosionskrater der Welt, mit 4 km Rundweg oben herum, einen Lavaberg inmitten des Kraters, auf welchem mit weißen Steinen Namen geschrieben wurde, auf schwarzem Grund, landscape art.
Der Weg dorthin beginnt bei einer Felsenspalte, die mit heißem Wasser gefüllt ist, ein Schild weist zu Dimmuborgir, zu Felsenskulpturen erstarrte Lava, mein Weg zum Hverfell geht durch eine rauhe Landschaft von Steinen und Gestrüpp, schließlich noch ca 600 Höhenmeter hinauf bis zur Spitze des Kraterrandes. Von hier Blick übers Land, das teils gelb ist von Schwefelvorkommen und im Bereich der Krafla auch kräftig dampft (Solfataren).
 
Sonntag, 18.7.99
Heute ist als „Ruhetag“ nur eine Fahrt nach Husavik geplant, wo H., B. und N. auf wale-watching fahren (97 % Wahrscheinlichkeit bzw. Garantie, mindestens 2 verschiedene Walarten zu sehen) und ich einen Versuch mache, mit meiner Angel im Meer Fische zu fangen, was leider nicht gelingt. Die Rolle blockiert, ich habe kein Boot, um weiter hinaus zu fahren, mit der Wathose im Wasser fange ich rasch zu frieren an. Schließlich mache ich mich auf Fototour rund um Husavik und treffe die anderen wieder um 16 Uhr am Hafen. Dort gebe es zwar ein Fischrestaurant, aber die Allgemeinheit zieht fast food an der Tankstelle, die wir schon vom Vortag kennen, vor. Auf der Rückfahrt wieder schönen Blick über Myvatn hinweg hinüber zu Herðubreið und Askia.
Abends weitere Routenplanung (Sprengisandur-Hochlanddurchquerung) und gemeinsames Essen im Kochzelt (in dem auch wieder die Gruppe holländischer Jungreligiöser beieinander sitzt).
 
Spätabends mache ich noch eine Runde mit dem Motorrad rund um den Myvatn, vorbei an Dimmuborgir (als Felsen erstarrte Lava, die wie Sagengestalten, wie Trolle aussehen sollen, Felsenlabyrinth, an der Ostseite des Sees) und zu den Pseudokratern an der Südwestecke des Sees, hier treffe ich auf ein norwegisches Paar, das für 1500 isländische Kronen pro Tag in der Laxá angelt (Forellen), auf der Rückfahrt fotografiere ich Schafe, die über die Straße laufen, schließliche am Zeltplatz ein Propellerflugzeug, das zu Flugplatz („Hella“) oberhalb des Zeltplatzes fliegt. Sonnenuntergang um 0 Uhr 30.
 
Montag, 19.7.99   Sprengisandur
Habe längst aufgepackelt, N. und B. kommen nicht in die Gänge, Einkaufen im Supermarkt, getrennt von H., bin sauer, daß ich immer den schweren Proviant aufladen soll, nur weil ich ein Top-Case habe, ich aber im Gelände mit dem vielen Gewicht weit schlechter zurecht komme als H. es würde. Mein Vorschlag, an der Westseite des Sees auf der 848 auf die Nr.1 hinunter zu fahren, wird zunächst ignoriert und dann doch umgesetzt. Hier geht es dann n/w nach Laugar, dann s/ö zum Godafoss (Wasserfall der Götzen, er heißt so , weil laut Kristni-Saga im Jahre 1000 sich ein Häuptling namens þorgeir sich zum Fürsprecher der neuen christlichen Religion machte, indem er alte germanische oder vikingische Götzenbilder einsammelte und in den Wasserfall warf;
Fallhöhe nur 10 m, dennoch eindrucksvoll wegen Breite; Cafeteria Fosshól).
 
Am Godafoss verlassen wir die Ringstraße und biegen ab nach Süden auf die 842, die hinunterführt nach Myri und irgenwann mal übergeht in die F26. (Diese Strecke verläuft westlich der alten Sprengisandur, die südlich von Stóratunga nicht mehr gewartet wird aber bis dort benutzt werden könnte um zur Askia zu fahren, auf nicht nummerierten Straßen, durch das Reich der Stein-Riesen hindurch.)
Die F26 wird sehr wohl noch gewartet: Große Catarpillar-Fahrzeuge terrassieren die Piste, Lastwagen fahren Erde heran, die dann auf die Piste geschüttet wird und später mit Raupenfahrzeugen festgefahren wird. An einem relativ Steilen Stück war Erde mit großen Steinbrocken darin frisch aufgeschüttet worden, ich fuhr vorsichtshalber langsam, der Lenker kam ins trudeln, ich stürzte (Foto) und H. und der Raupenfahrer mußten mir helfen, das voll beladene Motorrad wieder aufzurichten und es seitlich zu stützen, während ich es bei laufendem Motor mit gezogener Kupplung den Berg hinaufschob.
Im weitern Verlauf, wie man es sich von einer Hochlanddurchqeuerung erwartet, Blick über das weite steinige Land, in der Ferne Gletscher (z.B. der Hofsjökull im S/O), hochgelgene Seen (Fjórðungsvaten) und Berge (z.B. Fjórðungsalda, 972 m) und schließlich auch Flüsse, die mittels Furten durchquert werden müssen: Kurz nach dem Abzweig der F910 (zur Askia) kommt die erste größere Furt. Diese wird von H. durchfahren. Wie immer nach tieferen Furten hält er an und schaut, ob die anderen nachkommen. Er macht ein Photo von B., die zaudert. Zurecht, den die Furt ist breit, die Strömung beträchtlich. Schließlich steigt B. ab und sucht flußabwärts nach anderen Möglichkeiten, den Fluß zu durchqueren. N. kommt ohne Probleme auf die andere Seite.
Zwischenzeitlich bin ich gekommen und zaudere nicht lange und habe einfach Glück: Mit nassen Stiefeln erreiche ich die andere Seite, gerade noch mal gut gegangen. Schließlich fährt N. B.s Moped auf die andere Seite, B. geht zu Fuß durch den Fluß und stürzt. N. bittet uns, weiter zu fahren, was wir auch tun. Wir warten wenige Meter weiter in einer Schützhütte auf die anderen, zunächst kommt nur N., da B. an der Hütte vorbei weiterbraust. Sie wird schließlich von H. zurückgeholt, so daß wir dann doch die Nacht gemeinsam in der Schutzhütte verbringen (nachdem unser geplantes Quartier: Versalir, ca 50 km s/w, bereits voll belegt ist, hier aber noch reichlich Platz vorhanden ist.
Ich helfe zwei Fahrradfahrerinnen beim Aufstellen des Zeltes gegen den zunehmend heftigen Wind. Ich mache mehrere Fotos (u.a. Warntafel Furt, Schneefeld, Rettungsfahrzeug). Ich verliere meine Goretex-Mütze, die glücklicherweise später dann von H. wiedergefunden wird. Wir unterhalten uns mit einem Allein-Wanderer, einem Isländer, der uns den Tip einer power-line-Piste gibt, die wir dann später auch fahren werden. Wir treffen auf ein Isländer-Paar, das in ihrem Jeep viel Proviant dabei hatte und uns teilhaben ließ an geräucherte Forelle (vom Sohn selbst gefangen und geräuchert; später erfahren wir, daß die Isländer neben Torf zum Räuchern Schafs- und Pferdemist verwenden). Ich unterhalte mich mit Franzosen, die inzwischen in Island leben, er als Lehrer, und die im Sommer französische Gruppen durchs Land lotsen, sie erzählen mir von einer sehr schönen Wanderung über den westlichen Ausläufer des Mýrdals-Jökull, Þórsmörk. Ich trockne meine nassen Stiefel indem ich sie in der Küche über den Ofen hänge, aber sie sind am anderen Tag noch immer nicht ganz trocken. Nachts schlafen wir in dem sich zunehmend füllendem Lager, es heißt, ich und der Wanderer hätten geschnarcht.
 
Do., 20.7.
Wir sind jetzt eine Woche in Island und setzen die Hochlanddurchquerung (Sprengisandur) fort. Wieder gilt es eine etwas tiefere und breitere Furt zu durchqueren, was diesmal aber ohne Zwischenfälle gelingt.
Ca 50 km nach der Schutzhütte gelangen wir zu der einzigen Tankstelle der F26, nach Versalir, wo es auch ein Restaurant und Schlafkojen (Stockbetten) gibt (Tel:985-22161 oder 98-75078), wobei das Restaurant nur im Juli und August offen ist.
Kurz nach Versalir geht recht nach N eine Piste ab, die hinaufführt zu einem kleinen Flugplatz unterhalb (an der s/w-Ecke = Arnarfell) des Hofsjökull. Wir fahren weiter nach S/W auf der F26 bis wir auf die 32 treffen. Hier sind große Baumaßnahmen im Gange, es werden wohl irgendwelche zusätzlichen Stauseen zur Stromgewinnung (die Power-Line, unter der wir später fahren werden, nimmt hier ihren Ausgang, Wasserkraftwerk Búrfell) angelegt und auch ein tiefer Graben gezogen, der in Richtung Reykjavik führt (Fotos). 
Auf jetzt wieder geteerten Straßen fahren wir an dem Hinweisschild „Stöng“ (Wikingerhof) vorbei, ebenso am Hjalpar-Foss, machen Rast am Hagafell, mit Blick auf einen dahinmeandernden Fluß und die Hekla) und erreichen schließlich Sellfoss, wo wir jeweils ein kleines Hüttchen am städtischen Zeltplatz für teures Geld (18o.—DM, 6900 isl. Kronen) anmieten. Dann fahren wir noch rasch nach Hveragerði, der bekannten Warmquellenstadt, wo wir im „Eden“ unter einer Palme Kaffee trinken. In die dieser Stadt gibt es sehr viele mittels Thermalquellen geheizter Gewächshäuser und auch das Kaffee Eden ist wie ein Gewächshaus gebaut und beheizt. Abends gehen wir dann in Sellfoss essen, in einem S/0-Asien-Restaurant, wobei ich für ein Lammgericht und zwei Bier ca 60 DM bezahle. Diskussion mit B. über Sinn und/oder Gefährlichkeit bzw. Geschäftemacherei von Impfungen. Sie ist nicht einmal gegen Wundstarrkrampf geimpft. Sie war ein Frühchen, ihre Eltern lehnten Impfungen ab, sie jetzt ebenfalls. 
 
Mi, 21.7.99
Es ist schönstes Wetter. Geplant ist, über die 36 entlang des þingvallavatn zur alten Thingstätte (þingvellir) und von da nach Reykjavik zu fahren, aber in þingvellir folgen wir dann B.’s Vorschlag, doch das gute Wetter für sight-seeing auszunutzen und hinüber zum Geysir zu fahren.
Bei der Thingstätte ist der Grabenbruch, der durch tektonisches Auseinanderdriften von eurasischer und amerkanischer Platte entsteht gut zu sehen. Der Graben ist gefüllt mit fast kochend heißem Wasser.
Auf einer Erdstraße (365) kurvenreich bis Laugarvatn, hier auf der geteerten 37 bis Geysir, wo nicht mehr der Geysir sonder der Strokkur alle 10 min eine 20-30m hohe Fontäne kochend heißen Wassers von sich gibt. Bunsen fand heraus, daß der Vorgang einem Dampkochtopf vergleichbar ist, eine Säule heißen Wasser wird vom Erdinnern her aufgewärmt, der Übergang vom wässrigen zum gasförmigen Aggregatzustand geschieht gegen die Menge darüberliegender Wasserschichten, die Gasblasen können sich nur mühsam einen Weg bahnen, erst wenn genügend Gasdruck aufgebaut ist, kommt es explosionsförmig zum Ausbruch des Wasserdampfes. Auch ich mache viele Fotos, u.a. von den verschiedenen Phasen des Siedevorgangs im „hot spot“.
Nach einem etwas schwierigen Entscheidungsprozeß (wegen der Ungewißheit der zu erwartenden Straßenverhältnisse, keine präzisen Angaben der „locals“) beginnen wir, kurz nach Geysir, ins Gelände zu fahren. Beim Kirchlein von Haukadalur treffen wir auf eine Reiterschar, kurz danach kommt eine Furt (zwar kurz, aber tief und reißend, mit großen Steinbrocken), bei der B. das Handtuch schmeißen möchte, glücklicherweise finde ich heraus, daß diese Furt umfahren werden kann. Schließlich kommen wir in einem östlichen Bogen hinauf auf die powerline-Trasse, der wir von O nach W folgen, ca 40 km, für die wir ca 4 Stunden brauchen. Die Trasse ist landschaftlich sehr schön (bis auf die Stromleitung), sie führt südlich des Langjökull entlang, sodaß wir immer wieder aufgeapertes Eis/ Gletscherzungen im Norden liegen sehen. Ein Jeep begegnet uns, sie wollen näher zum Gletscher hinführen. Ein Hubschrauber fliegt die Trasse entlang.
Wir kommen zu einer Stelle, wo wir den Weg kaum noch erkennen können wegen Sandverwehungen. Sollen wir umkehren? Ich gehe zu Fuß weiter und bin optimistisch, sie meistern zu können. Also fahren wir weiter. Im ersten Gang, die Füße links und rechts über dem Boden, pflüge ich mich durch den Sand. Später stürze ich (mal wieder) an einem steilen, grobsteinigen Stück, weil ich kurz nicht aufgepaßt hatte. H. hilft mir auf.
Nach ca 2/3 der Strecke hätten wir nach S nach Laugarvatn abbiegen können, ich empfehle weiter oben auf der Trasse zu bleiben, da sich die andere Strecke zwischen Bergen druchwindet (z.B. Hlöðufell, 1188 m). Das letzte Drittel ist dann auch nicht mehr ganz so schlimm, es tauchen auch schon wieder Schafe auf, und H. sagt, daß wir gleich da sind (- das sagte er öfters). Schließlich abschließend noch eine kleine Furt und schon könne wir eine sich kurvig dahinwindende, gut gewartete Erdstraße (52) hinnunter zum þingvellir fahren. Es macht mir richtig Spaß, als dann wieder Teerbelag auf der Straße ist, mich – trotz vollen Gepäcks – in die Kurven zu legen. N. meint später, daß das auch schlecht raus gehen könnte, weil das Umfallen bei viel Gepäck ab einer bestimmten Neigung dann schlagartig vonstatten gehen würde. Erster Blick auf die Gletscherflächen im Süden Islands (hier: Langjökull).
 
 
Von þingvellir aus fahren wir dann im Abendwind über die 36 nach Westen, nach Reykjavik. Von der Schnellstraße aus rufen wir per Handy in Unterkünften an, die im Führer stehen und bekommen eine Zusage im Gästehaus (Gistiheimilið) „Berg“, im Bæjarhraun 4, in 220 Hafnarfjörður (tel. 354 565 2220, Fax - - 4520). Der Nachtportier ist recht witzig bzw. flapsig. Als Jazz- bzw. life-musik-Kneipe in Reykjavik empfiehlt er „Gaukar á Stöng“ (in der Altstadt, von der neuen Kirche zum Hafen, näher beim Hafen, Tryggvagata 22), wo wir aber nicht mehr hingehen, weil wir im Gästehaus zu abend essen und danach (22 Uhr) zu müde sind.
Hafnarfjörður hat den Beinamen: „Stadt der Lava“ (Lavaströme, die vor ca 7000 Jahren aus dem 5 km entfernten Burfell ausgebrochen waren). Auch der Name der Straße, in welchem das Gästehaus liegt, steht damit in Zusammenhang: hraun (ausgesprochen „hroin“) bedeutet Lavafeld. Während wir nur viereckige Betonkästen sahen, gibt es in H. auch alte Holzhäuschen, ein Festival (imJuni), ein Volkskunde – und ein Seefahrtsmuseum, sowie einen sehenswerten öffentlichen Park Hellisgerði. 
Do, 22.7.99
Während N.& B. noch eine Nacht in Reykjavik bleiben wollten zogen H. und ich weiter nach N/W mit der Option uns zwei Tage später im Norden, in Svinevatn, am Beginn der Kjölur (Hochlanddurchquerung westlich der Sprengisandur-Route) wieder zu treffen.
H. wollte in Reykjavik nur die KTM-Vertretung aufsuchen, was uns auch nach längeren Recherchen (unter freundlicher Mithilfe eines Angestellten einer Tankstelle) gelang, dann sollte es weiter gehen. H. verfuhr sich (trotz GPS), was mir gar nicht unrecht war, da ich so ein paar Blicke auf Hafen und Altstadt werfen konnte. Per Zufall trafen wir N., der mangels Benzin sein Moped schieben mußte. Er kam ohne unsere Hilfe zurecht. Wie wir später hörten, riß ihm dann noch das Kupplungseil und B. wurde von einem rabiaten isländischen Autofahrer so stark geschnitten, daß sie stürzte. Zum Glück passierte ihr nichts dabei. 
Wir zogen eine Schleife durch die Altstadt. H. fand Gefallen an der „Gußbeton-Kirche“ im Zentrum der Stadt (plus Orgelspiel). Schließlich, gegen Mittag, gings dann ab in den Nordwesten, zunächst auf der Ringstraße (mit Tunnel unter dem Hvalfjörður hindurch) bis Borgarnes, dort Kaffepause, dann weiter auf der 54 auf die Halbinsel Snæfellnes, mit Abstecher zu einem der besterhaltenen Krater Eidborg sowie zu einem rotsandige Strandbschnitt am Meer, wobei ich wegen des tiefen Sandes mich nicht bis zum Meer fahren trauen (wohl aber H.) und mich damit begnüge, Wasservögeln sowie Golfspielern zuzusehen.
Kurz vor Arnarstapi liegt in Fahrtrichtung rechts ein Vogelfelsen, eine Felsspalte, die von vielen Vögeln umkreist wird, ich glaube einen Seeadler erkennen zu können.
Höhepunkt der Tour ist die Umrundung des Snæfelljökulls (1446 m), zunächst auf der F570 bis hinauf in den noch schneewächtenbegleiteten Pass (von dem aus Snowscooter-Fahrten möglich sind, man sieht auch entsprechende Spuren im Schnee des nurmehr kleinen Gletschers), dann nach Norden hinunter nach Ólafsvik, von hier in einem Bogen im Westen um den Snæfellsjökull herum (jetzt auf der 574) nach Süden. Hier Exkurs zu einem Leuchtturm auf immer holpriger werdenden Pfaden, Klippen mit Vogelnestern.
Inzwischen regnet es in Strömen. Mit Tempo 100 bis 120 geht es auf immer schmieriger werdenden Erdstraßen zurück nach Arnarstapi, wobei ich einmal bös ins Lenker-Trudeln komme als ich bei beschlagenem Visier in etwas tieferen Sand in der Straßenmitte gerate. „Gas geben“, das war der Tip von H., der mich hier aus meiner mißlichen Lage brachte. Es gelang mir wieder, von der sandigen Straßenmitte in die ausgefahrenere seitlich Spur zu komme und hatte das Fahrzeug wieder in Griff. Ich fuhr weiter mit dem selben schnellen Tempo und H. sagte mir später, daß er sich schon gewundert hatte, daß es auf einmal nicht mehr solange dauerte, bis ich nachkam. (Hierfür gab es allerdings noch einen anderen Grund. Es regnete so stark, daß ich darauf verzichtete Fotos zu machen, was natürlich auch immer Zeit kostet.)
Dann ging es zurück an der Südküste der Halbinsel auf der 54 bis Höhe Kolbeinstaðir und weiter in strömendem Regen nach Norden auf der 55 (hier kreuzt eine Herde von Wildpferden die Erdstraße) bis nach Buðardalur, wo ich an einer Tankstelle Wasserflaschen fülle um mir den Dreck von der Regencombi und den Stiefeln zu spülen. H. erzählt mir, daß er einen Mords-Schreck bekommen hatte, als er, hinter mir herfahrend, mich mit Tempo 120 auf den Rand einer langgezogenen Linkskurve zubewegte, wo eine Böschung steil nach unten ging und ihm nicht klar war, daß ich dies nur vorsichtshalber tat, weil am rechten Straßenrand Schafe standen. In Burðadalur gibt es eine Kneipe (Bar) mit Betten, aber alles war schon belegt. Wir erhielten den Tip, daß wir es auf einer Farm in der Nähe probieren könnten. Also fuhren wir wieder ca 15 km zurück und bogen nach O ab zum Haukadalsvatn, wo wir dann neben einem kleinen Kirchlein (mit Friedhof) in einem Bauernhof für 1200 isl. Kronen pro Person Unterschlupf fanden: Stóra-Vatnshorn. Hier brausten wir unser Klamotten unter der Dusche ab. H. kochte ein Süppchen in der Küche, dazu gab es Käse und Brot und Keksel.
 
Fr., 23.7.99
Nach Frühstück und Gitarrengeklimper (meinerseits, H. gab zwischenzeitlich Punkte in sein GPS ein) ging es dann auf der 586 bei Nieselregen entlang von Flußläufen aber auch bergauf/bergab nach Osten. Sowohl Wege als auch Furten waren mit großen Steinbrocken „garniert“, sodaß wir im Rückblick übereinstimmend der Meinung waren, daß dieser Streckenabschnitt mit einer der anspruchsvollsten der ganzen Islandtour war.
Tatsächlich gelang es mir auch, in einer an sich ganz flachen Furt zu Fall zu kommen, in dem es mir an größeren Steinen den Lenker so verriß, daß ich das Gleichgewicht verlor.
Wieder benötigen für eine kurze Strecke mehrere Stunden  und kommen ganz schön „alle“ bei Brú auf die Ringstraße. Hier, in einer Tankstelle mit Imbißmöglichkeiten verbringen wir zwei Stunden, warten auf besseres Wetter (was nicht kommt), trocknen unsere Handschuhe etc. am Föhn der Toilette und fahren schließlich weiter auf der Ringstraße -  unter Verzicht auf die Umrundung der nördlich von Brú gelegenen Halbinsel Vatnsnes – nach Blönduós. Wieder machen wir Rast in einer Tankstelle, treffen den Dänen: Bjarke Ulrich Nielsen (aus Odense M), Kapitän zur See, mit langen Arbeitszeiten (2 ½ Monate) und langen Urlaubszeiten (ebenfalls 2 ½ Monate). Er war unterwegs gewesen mit „dem Forstwirt“ (Fotos: muskulöser Mann mit Pfeife), der ihn verlassen hatte um nach Reykjavik zu fahren, um dort eine neue Kette zu kaufen. Er hätte ihn wohl begleitet, aber jener habe es nicht gewollt, da sich sonst als Klotz am Bein gefühlt hatte. Der Däne fuhr eine R80 BMW mit Boxer Motoren und traute sich, auch auf Grund geringer eigener Fahrpraxis nicht allein ins Gelände. Er war doch recht erfreut, als wir ihm anboten, daß er ja mit uns fahren könne. (Kühe vor dem Weiler Bolstaðarhlið.)

Bjarke Ulrich Nielsen kam dann auch gleich mit uns zu dem mit B. und N. bei Svinevatn vereinbarten Treffpunkt, wo wir eine Stunde lang rum laborierten bis uns klar war, daß die beiden nicht kommen würden. Zurück in Blönduós suchten wir uns ein Quartier (Schlafsackunterkunft am Rande der Stadt, 1500 Kronen pro Person), während er wieder am Zeltplatz nächtigte.

 
Sa., 24.7.99
Um 10 Uhr des anderen Tages - mit noch nicht ganz trockenen Klamotten - Treffpunkt an der Tankstelle zur Hochlanddurchquerung über „die Kjölur“. Von Blönduós auf Erdstraßen entlang des Svinevatn auf die F35 = Kjölur- Hochlanddruchquerung. Es regnete nicht mehr, aber es war kalt und windig. An Stausee vorbei. An einem kleinen Rasthaus Kaffee und Waffeln (mit Marmelade) à 500 Kronen. Dann nach weiteren 45 km mit Tempo 80 bis 100 auf gut präparierter Erdstraße kommen wir nach Hveravellir, heißen Quellen, in denen man baden kann, da heißes und kaltes Wasser in entsprechenden Mengen zugeführt wird.
Im Becken tummelt sich bereits eine Schar Franzosen, mit denen Gespräche zustande kommen. Hveravellir befindet sich bereits im Streckenabschnitt, der zwischen den Gletschern Lang- und Hofsjökull hindurchführt und dementsprechend schöne Ausblicke bietet.
Kurz nach Hveravellir (in südlicher Fahrtrichtung) geht ein Abzweig (F347) nach S/O in ein Liparitgebirge (Kerlingarfjöll, bis 1477 m), den wir nicht fahren,
dafür biegen wir 30 km später nach rechts ab, zum S/O-Rand des Langjökull, nach Hvítárnes, einem Wiesen- und Sumpfgelände vor dem Gletschersee Hvítárvatn. Hierzu gilt es eine Furt zu durchqueren, in der ich mir mal wieder nasse Stiefel hole, weil ich zu faul bin, mir meine Wathose anzuziehen.
Die andere Seite dieser Furt ist so grobsteinig, daß ich nur mit Mühe herauskomme und an dieser Stelle beim Rückweg, noch an Land, umfalle, weil ich beim Anhalten aus Unachtsamkeit den Fuß in ein Loch zwischen zwei Steinen setzte und deshalb zur Seite kippte. Wir treffen auf eine Biolgiestudentin aus Kanada, die hier in Island an irgendwelchen Stachelfischen forscht, die für die Evolutionslehre von Bedeutung sind. Sie ist unterwegs mit einem Kleinwagen mit Allradantrieb, der die Furt erstaunlich gut meistert. In Hvítarnes gelangen wir an eine Schutzhütte, kochen im Windschatten der Hütte Kaffee und beobachten eine Gruppe von Wanderern, die durch die Wiesen davonzieht.
Auf dem Rückweg zur F35 wählt H. eine andere Furt, die ebenfalls breit und tief ist. Nun gelingt es auch ihm, sein Moped in die Fluten zu legen. Als ich hinzukomme hat er es bereits wieder aufgestellt und kann es, im Fluß stehend, wieder starten und weiterfahren, nun ebenfalls mit nassen Stiefeln. Bjarke und ich passieren daraufhin doch lieber wieder die Furt, durch die wir gekommen sind.
Wieder vereint geht es weiter nach S/O. Hier, südlich des Bláfells, gäbe es Abzweiger nach N/O, zunächst zum Sandvatn, danch zum Hagavatn, einem Gletschersee an der Südspitze des Langjökull (s/ö. des Hagafells). Wir kommen in Bereich, in denen Erdbewegungen zu sehen sind, ich fotografiere einen großen Steinhaufen. Wir passieren unter der o.g. power-line durch und gelangen wenig später zum Gullfoss, der von der Hvitá gespeist wird, dem „Goldenen Wasserfall“. Die Hvitá hat ihr Bett in eine 2,5 km lange und bis zu70 m tiefe Schlucht (Basalt) gegraben, abschmelzende Eismassen geben der Hvitá (=weißer Fluß) und dem Gullfoss immer neue Nahrung, die Hvitá kommt aus dem Hvitávatn am Fuße des Langjökull (s.o.) und mündet später bei Selfoss in den Nordaltlantik.
Über Basaltplatten stürzt sich der Gullfoss in 2 Kaskaden von insgesamt 32 m in die Tiefe, wobei auch Zeuge davon wurden, daß Sonnenstrahlen einen Regenbogen in den feinen Wasserstaub zaubern, was den Namen eines goldenen Wasserfalls verständlich macht.
 
Die Nacht verbringen wir auf einer Farm, Brattholt, Bjarke auf dem Zeltplatz des Hofes, H. und ich in einem Zimmer mit Bettwäsche (2200 isl. Kronen pro Mann, ohne Frühstück, also schon relativ teuer, was wohl die Nähe zu den touristischen highlights, dem Gullfoss (2 km) bzw. dem Geysir /Strokkur (15 km) ausmacht. 
 
Die Witwe Sigriður Tómasdóttir, die, wie Bjarke und ich an diesem Abend herausfinden, auf dem Friedhof bei dem Kirchlein von Haukadalur begraben liegt, war es, die mit ihrem Einsatz (sie droht, sich in die Fluten zu stürzen) dafür sorgte, daß der Gulloss als isländischer Staatsbesitz deklariert wurde und nicht hinter einer Staumauer verschwand oder an ein ausländisches Konsortium verkauft wurde. Brattholt prosperiert, sie haben eine deutsche Ferienarbeiterin angestellt, betreuen den Kiosk oben am Gulfoss und wollen im nächsten Jahr bauen, 30 Betten, Fundament steht schon. (Buchungen über Simi486 8941 = Fax, an: L’ARA Àgústdottir, Brattholti, 001 Sellfoss).
 
Wir überlegen, ob wir morgen in Richtung Landmannalaugar auf Teerstraßen fahren oder über den sich nach S/O fortsetzenden Teil der powerline-Trasse. Hierzu müßten wir auf der östlichen Seite der Hvitá auf der Höhe von Brattholt bei einem Bauernhof namens Jaðar am Fuße des Tunuafell ins Gelände fahren, dem Tungufellstal folgend nach N/O bis über den Gullfoss hinaus, dann auf der power-line-Trasse nach S/O über mehrere Flüsse, u.a. die Stóra-Laxá, was doch recht schwierig werden könnte, zumindest auch für Bjarke und sein Eisenteil sicher sehr schwierig. Also verzichten wir darauf, zumal wir auch diesmal keine genauen Informationen über die momentanen Trassenverhältnisse und Tiefe der Furten erhalten können.
 
Nach meinem gemeinsamen Ausflug mit Bjarke zur Tankstelle Geysir (wo wir einen der Gespann-Fahrer, Moto-Guzzi treffen) und Haukadalur, gibt es bei ihm am Zeltplatz Spaghetti und Trockenfisch (Stockfisch, Harðfsikur). Foto vom Himmel mit vielen Wolken im Abendrot, Sonnenuntergang jetzt bereits vor Mitternacht.
 
So, 25.7.99
Noch planen wir, nach Landmannalaugar über die Sprengisandur hinüber zur Askia zu fahren. Zunächst geht es bei Kióstaðir (zwischen Brattholt und Geysir) links ab nach Süden (30), über die Hvitá hinüber und dann nicht hoch zum Tungufell (powerline) sondern nach S hinunter nach Fluðdir, hier Tanken und shopping, dann weiter nach S auf die von Sellfoss kommende 32, in die wir nach Osten einbiegen. Diesmal machen wir Halt am Hjalpar-Foss, einem Wasserfall, der sich dadurch auszeichnet, daß sich zwei Wasserfälle zu einem gemeinsamen vereinen.
Etwas weiter nach N/O weist ein Hinweisschild (Köpfe über einer Welle) auf ein Thermalbad hin, dem wir aber nicht folgen. Auf meine Anregung folgen wir diesmal dem Schild „Stöng“ und gelangen nach ca 10 km Erdstraße zu einem Parkplatz, von dem aus noch 5 min zu laufen sind bis zu einem nachgebauten Wikinger-Hof. Hier an einem gemächlich dahinlaufenden, aber wasserreichen Flüsschen wächst viel Schaumkraut und andere Pflanzen, für Island in ausgesprochen üppiger Vegetation.
Zurück auf der 32 geht es weiter nach N/O bis über das Wasserkraftwerk am Búrfell hinaus und über den Sultartangalón hinüber, dann dort wo auc die F26 (Sprtengisandur) beginnen würde, auf die F225 in einer Spitzkehre zunächst nach S/W, schließlich in östl. Richtung Richtung Landmannalaugar (ausgesprochen: Landmannaloichar). Auf dieser Strecke sieht man im Süden, teils schneebedckt, die Hekla liegen, jener Berg (1491 m), der noch eine hohe Vulkanaktivität besitzt (Ausbrüche 1104, 1300, 1510, 1693, 1947 – 30 km hohe Aschenwolke, 1970 – 7500 Schafe durch Giftgase getötet, 1980, 1981, 1991).
Hier in Landmannavellir wird die Landschaft schon etwas farbiger. An einem See (Frostastaðavatn) machen wir eine Pause (Espresso, Stockfisch, Brot und Käse), Einheimische fischen Forellen (Saibling).
Bei der Weiterfahrt halte ich an, um Schafe zu fotografieren. Bjarke, der mir relativ dicht gefolgt war, kann nicht auf die linke Spur wechseln und stürzt beim Bremsmanoeuver, ohne daß ihm etwas passiert.
 
Schließlich gelangen wir auf die F208, hier re nach S, bald danach Abzweig zum Zeltplatz und hot-spot (Bademöglichkeit) Landmannalaugar, welches von Bergen umgeben ist, welche vulkanischen Ursprungs sind und Lava verschiedener Zusammensetzung und deshalb auch unterschiedliche Färbungen besitzen. Auf die Gipfel führen Trampelpfade. Es wimmelt von Touristen, die mit Geländewagen hergekommen sind oder mittels geländegängiger Reisebusse hergekarrt wurde. Auch eine Wandergruppe begegnet uns, die dann wohl in L. wieder von einem Bus aufgelesen wird. Bevor man aber den Platz selbst erreicht, müssen zwei relativ breit und tiefe Furten durchquert werden, was ich mir schenke, weshalb ich später als „chicken“ beschimpft werde. Bjarke fährt durch die erste, die zweite umgehen er und H. über Fußgängerbrücken, auf dem Rückweg läßt sich H. fotografieren, wie er auch diese letzte breite Furt durchpflügt.
Nun erhalten wir für unseren Plan, über die F910 zur Askia zu queren, unterschiedliche Auskünfte. Ein deutscher Wichtigtuer, Kameramann oder was auch immer, erklärt, diese Route sei gesperrt wegen des schweren Winters und noch verbliebenen Schnees und würde in diesem Jahr garnicht mehr freigegeben, während ich in der Schutzhütte von offizieller Seite erfahre, daß die Route natürlich offen sei, nur wüßten sie auch nicht so genau, wie die Verhältnisse tatsächlich wären. Prinzipiell muß bei langem trockenen Wetter mit Sandstürmen, zumindest – Verwehungen gerechnet werden sowie mit viel Gletscherschmelzwasser, bei langer Regenperiode mit viel Wasser in den Flüssen durch Regen. Das Wetter ist etwas unsicher, ich bin schon seit ein paar Stunden mit der Regenkombi gefahren, weil ich dachte, daß es gleich los geht. Schließlich entscheidet H. im Hinblick auf Bjarke und auch ein bißchen darauf, daß wir keine Experimente eingehen können angesichts der Tatsache, daß unsere Fähre bereits am Donnerstag wieder fährt, daß wir nicht hoch zur Askia sondern stattdessen nach S/O hinunter zur Ringstraße fahren, schließlich gibt es ja auch dort schöne Sachen (z.B.Vatnajökull).
Also fahren wir auf der F208, die er schon vom Vorjahr kennt, durch zahlreiche Furten nach S/O. Nach etwas Zögern biegen wir von der F208 in die Eldgjá-Schlucht ein, eine nacheiszeitliche Vulkanspalte mit ca insgesamt 30 km Länge, wobei wir nur den 5 km langen Abschnitt durchfahren, der hinten mit einer tiefen und breiten Furt endet, hinter der man durch einen kurzen Fußmarsch zu einer Basaltbrücke hätte gelangen können, die bis 1993 die Schlucht überspannte und eine der meist fotografierten Attraktionen Islands war, zumal unter ihr noch ein Wasserfall durchbrauste. Durch einen Erdrutsch stürzte diese Brücke ein, dennoch kommen noch immer viele Touris hierher (- als wir dort waren, trafen wir eine Wanderergruppe aus Belgien).
Wir kamen nicht soweit, weil Bjarke sein Motorrad in der Furt flach legte, dabei der Motor Wasser sog, sodaß H. und B. die Zündkerzen ausbauen mußten und versuchen mußten, per Kick- und per E-Starter soviel Wasser als möglich wieder herauszubekommen. Die Schwimmkammer des Vergasers mußt entleert werden und eigentlich hätte auch der Ölfilter gewechselt werden müssen, was aber leider nicht möglich war, da der Auspuffkrümmer auf Grund eines vorausgegangenen Schadens (großer Stein) so stark verbogen war, daß man nicht mehr an den Ölfilter herankam. Wir schoben das Motorrad zurück durch die Furt und fuhren dann noch 6 km zu einer Schutzhütte plus Zeltplatz an der 208 am Fuße des 654 m hohen Bláfjall. Hier erfolgte noch abends der erste Ölwechsel, der zweite dann am anderen Tag.
Hinter der Hütte war der Bláfjall, mit Höhlen im Gestein (für die Elfen?) und mit Grasbüscheln auf den zerklüfteten, aber überwachsenen Felskuppen. Bei meiner Wanderung (- mit dickem rechten Knie, Kniegelenkserguß) begegnete ich Schafen, oben gab es Einblick in einen Wasserfall und Überblick nach Süden zum Myrdalsjökull bzw. zum Meer. Zur Hütte gehörte ein ? zahmer Fuchs. Übernachtung im Lager, Bjarke wieder auf dem Zeltplatz.
 
Mo 26.7.99
Nach dem Frühstück (ich vergesse meinen Espresso-Kocher) geht es über die F208 hinunter auf die Ringstraße (Bjarke stürzt in einer steilen Passage in einer Kurve, ohne sich weh zu tun). Wir folgen der 1 bis zur Tankstelle von Kirkjubæjarklaustur, wo wir Tanken, Essen, im Supermarkt daneben einkaufen, ich nocheinmal für 4000 isländische Kronen kaufe (per Visa-Karte in einer Bank) und wo Bjarke, bei einer Werkstatt um die Ecke, den zweiten Ölwechsel durchführt.
H. füllt seine Bodentanks wieder auf und bestellt einen neuen Hinterreifen, den er dann später wieder abbestellt. Sein Hinterreifen hat schon recht wenig „grip“, was mich nicht verwundert, da er es liebte, zu beschleunigen, daß hinten der Sand hochspritzte und er auch immer wieder etliche Meter auf dem Hinterrad fuhr.
Auf meine Anregung hin fahren wir wieder ein Stück (6 km) zurück und biegen auf die F206, die zur Laki hinauf führt, die eine Serie von Kratern darstellt, die 1783/84 zu den wohl größten Lavaflüssen in historischer Zeit geführt hatten. Von der 40 km langen Hochlandpiste, an deren Ende sich ein Rundkurs um Lakagígar befindet, der von Motorradfahrern als sehr lohnend beschrieben wird, legten wir nur das erste Drittel zurück. In einer steingefüllten, relativ steil nach unten führenden Gasse war Bjarke so heftig gestürzt, daß die Räder nach oben schauten. Ich hatte davon nicht mitbekommen, weil ich vorausgefahren war und diese Passage nicht (oder inzwischen nicht mehr) als problematisch empfunden, deshalb auch nicht gewartet hatte. Ich wartete jenseits einer doch relativ breiten und tiefen Furt und drehte erst um, als längere Zeit weder H. noch Bj. nachkamen.Ich fuhr mit etwas mulmigen Gefühl an einer anderen Stelle durch diese Fluß, der als „Schlüsselstelle“ beschrieben war, kam gut zurück und fand die anderen beiden oberhalb der o.g. Passage, mit den Motorrädern bereits in Richtung Ringstraße.H. ließ keinen Zweifel daran, daß er umkehren wollte, Bjarke zuliebe, mit dem wir uns ja doch recht angefreundet hatten. Ich überlegte kurz, hätte schon gern die Laki „gemacht“ und stimmte zu. 
H. war wohl auch deshalb etwas sauer, weil er, um rasch Hilfe leisten zu können, sein Moped gegen eine Felswand lehnen mußte und sein Tank dabei einen Kratzer davontrug.

Also fuhren wir am Spätnachmittag wieder auf der Ringstraße Richtung Osten mit dem Ziel, uns am Fuße des Vatnajökull einen Gletschersee anzusehen, in dem Eisberge des kalbendenden Vatnajökulls schwammen. Es war schon relativ spät abends, kaum noch Touristen am Restaurant, in der Abendsonne glitzerten die Eisberge, neben der Hütte waren drei Amphibienfahrzeuge aufgereiht (Boote mit Rädern):


 
Mit Mühe fanden wir in einem Schulhaus in Hrolloungsstaðir Unterkunft. Fast hätten wir auf dem Turnhallenboden übernachten müssen (für immerhin auch 1200 isländische Kronen, 100 DM = ca 3500 Kronen, also für ca 35.—DM), dann ist doch noch ein vorbestelltes Hüttchen frei geblieben (1450 Kronen pro Person). 
 
Di 27.7.99
Von der Ringstraße aus über die F985 steil hinauf zum Skálafellsjökull (ausgesprochen:
Skaulafetlsjökütl), einer Gletscherzunge des Vatnajökull. H. braust vorneweg, der „grip“ ist scheins doch noch ausreichend. Auf halber Strecke, als Bjarke wieder Schwierigkeiten hat, laden wir (Bjarke und ich) das Gepäck ab und verstecken es seitlich des Weges, und zwar so gut, daß am Rückweg dran vorbei fahren. Fast ganz oben angelangt, treffen wir zufällig auf B. und N., die für 10000 Kronen eine Zweitagesbusfahrt zum Jökulsárlón plus Übernachtung auf dem Gletscher plus Fahrt mit dem Motorscooter gebucht hatten und sich zu Fuß auf den Hinunterweg gemacht hatten, später aber wieder vom Bus einsammeln ließen. Bjarke lud uns oben beim Gletscherrestaurant zu einem Buffet (1500 Kronen, 45.—DM) ein, wir konnte Motorscooters plus Führer buchen, für 1 ½ Stunden für 7150 Kronen (200 DM), wir drei plus zwei Österreicher, was wir dann auch sehr genossen.
Als wir hinunterfahren (hin und her, wegen des Gepäcks, s.o.) ist mein Tank ziemlich leer, sodaß ich ein weiteres Mal Gebrauch von meinen Reservekanistern mache, die ich seitlich an den Sturzbügel montiert hatte und die mir auch sonst (nämlich beim Umfallen zur Seite) gute Dienste geleistet hatten.
Auf der Ringstraße fahren wir bis nach Höfn auf den Campingplatz, wo wir, wie vereinbart auf B.+N. treffen. Über das dortige Büro gelingt es mir nach mehreren Handy-Telefonaten eine Übernachtungsmöglichkeiten auf einer Farm in der Nähe zu buchen, während H. gemütlich plaudernd am Tisch sitzt: Seljavellir, 22 Uhr. Bis dahin wir gegessen und erzählt, wobei sich auch Kontakte mit anderen Zeltplatznutzern ergeben, einem Allgäuer namens Martin Albrecht aus Altusried, unterwegs mit dem Fahrrad und einem etwas arg anhänglichen Knaben mit abstehenden Ohren aus Altdorf bei Nürnberg, dessen Namen und eMail-Adresse ich leider nicht erfragt habe, der als Wanderer unterwegs war und sicherlich ein ganz interessanter und interessierter Mensch war. Eine Französin aus den Trois-Vallées macht ein Foto von uns vier am Tisch, inmitten der Zeltplatzwiese. Dann geht bei jetzt schon um 22 Uhr einsetzender Dämmerung nach Seljavellir, zu unser Unterkunft auf dem Bauernhof.
Ich bilde mir noch ein, ein Spätabendfoto machen zu müssen und rutsche beim Umkehren auf der Straße mit dem Motorrad in den Straßengraben, sodaß H. mir wieder einmal helfen muß, was er auch klaglos tut.
 
Mi, 28.7.99
Nach einer eher etwas schlechten Nacht, aber einem guten Frühstück (Waffeln, die nach Marzipan schmecken) geht es wieder zurück auf den Zeltplatz von Höfn.
Hier verabschieden wir uns von Bjarke und starten mit N. und B. in Richtung Egilstaðir. Das Wetter ist nebelig-diesig, wie es angeblich häufig hier in dieser Gegend ist. Aber kaum daß wir um eine zur Küste vorgelagerte Felsenformation herumgefahren sind, wird es wenige Kilometer östl. von Höfn sehr viel besser, die Sonnne scheint und bald darauf machen wir einen Stopp an einem Sandstrand bei herrlichstem Wetter.
H. fährt weiter vorneweg und hält tatsächlich an der Kreuzung, wo es links zum Öxi abgeht, einem Pass, mit welchem man ca 70 km der Ringstraße im S/O abkürzt, von dem wir von Anfang an, bereits bei unseren Vorgesprächen im Motorradpark in Obertraubling geredet hatten. Wir war ganz heiß darauf, ihn zum Abschluß noch zu fahren, nachdem es mit der Askia (dem eigentlichen „Traumziel“ ) und auch mit der Laki nicht geklappt hatte. B. sagt, daß sie nicht mitfährt, nicht mitfahren kann, weil ihr Ritzel bereits so abgefahren ist, daß sie nicht weiß, wielange die Kette noch greift. H. wäre möglicherweise lieber mit den beiden zusammengeblieben, sagt aber schließlich: „wer zahlt, schafft an“, und so trennen wir uns wiedereinmal von N.& B. und fahren auf einer holprigen Straße (939) auf den Öxi. Es gibt keine Probleme, weder bei H. (abgefahrener Hinterreifen) noch bei mir. Der Öxi ist landschaftlich sehr schön. Uns beiden fällt eine Trasse auf, die ins Hinterland führt und dazu einlädt, ihr zu folgen. Aber leider haben wir keine Zeit mehr.
In Egilstaðir treffen wir wieder auf N.& B., tanken, kaufen ein und fahren hinüber nach Seyðisfjörður, das vom Pass aus recht malerisch unten in der Senke liegt. Nachdem wir Quartier bezogen haben (in einer recht schäbigen sleeping bag accomodation), die von H. über das Hotel Snæfell geordert wurde, fahre ich noch einmal los zu einer Abschluß-Abendrunde, und mache Fotos von Schafen, Wollgras, Isländisch Moos und dem Wasserfall „Haifoss“. Dann noch ein gemeinsames Bier im Hotel, ehe wir uns gegen 22 Uhr in die Betten legen.
 
Do., 29.7.99
H. ist weckt mich gegen 7Uhr 40, hat rasch gepackt und geht dann schon voraus ins Hotel zum Frühstücken. Ich brauche heute deutlich länger und bekomme eine halbe Stunde später aber dennoch all die guten Sachen vom Buffet vom Vorabend, wie in Teig einbackenem Lachs („Salmon“), Fischpastete etc. Danach trennen wir uns, ich gehe ne Runde telefonieren, treffe auf den „Vielschwätzer“ (Bundeswehrsoldat, der in Island allein geblieben ist, dessen Federbein abbrach, der trotzdem 6000 km abgespult habe...) und finde mich schließlich am Abfertigungsplatz für die Fähre ein.
Hier großes Palaver, Gespräche mit einem französischen Motorrad-Pärchen, mit Radlfahrern usw. Schließlich legt um 13 Uhr, mit einer Stunde Verspätung, die Fähre ab.
Auf der Narönna folgen zahlreiche Unterhaltungen mit anderen Motorradfahren, z.B. zwei Brüdern aus der Schweiz, St.Gallen, die u.a. die Sandpisten rund um die Hekla empfehlen.
 
Fr., 30.7.99
Morgens um 7 Uhr kommen wir in Torshavn an.
Ich gehe für 1 Std. an Land und treffe auf betrunkene Jungendliche, die von der Nacht übrig geblieben sind, auf Kids, die mit einem Müllwagen mitsurfen, auf Knaben mit rot bzw. mit grün gefärbtem Haarschopf, die ebenfalls guter Dinge sind. Abends auf dem Schiff Buffet für 170 Kronen. B. hatte einen Tisch vorbestellt und für sich und für N. bezahlt und angeben, daß noch zwei kämen, die später zahlen würden, was wir aber nicht taten. Ich gab B. gleich danach 50 Kronen und zahlte am anderen Morgen die Frühstücksgetränke, so daß sich zumindest für eine Person ihre Kosten halbierten. 
 
Sa., 31.7.99
Die Sonne scheint. Frühstück in der Kantine. Holländisches Paar, sie Studentin der Tiermedizin, haben auf Island einen Hund geschenkt bekommen, zur Hälfte Isländer, zur anderen Hälfte Collie; dieser war anfangs „car-sick“, sodaß sie bei ihren Hochland-Touren langsam fahren mußten.
Ankunft kurz nach 16 Uhr in Hanstholm.
Es dauert gut eine Stunde, bis wir aus dem Laderaum heraus fahren können. Draußen, in der Warteschleife winken Motorradfahrer, die Island noch vor sich haben.
N. fährt voraus, wir wissen nicht so genau, auf welcher Route wir nach Süden fahren wollen. N. entscheidet sich für die Nr. 26, die hinüber nach Aarhus führt, wo es dann auf die Autobahn geht. H. bekommt hiervon nichts mit, interessiert sich auch nicht dafür, da er für sich eine klare Vorstellung hat, was der „kürzeste Weg“ ist. Er fährt vorneweg und hält dankenswerter Weise an, als wir in den Bereich kommen, wo sich die seit langem sichtbaren Gewitterwolken entladen, so daß ich meine Regenkombi anziehen kann. Als dies getan ist, er bereits wieder startklar ist, winkt er N. und Britte und mich mit einer Kopfbewegung heraus, so daß wir schon losfahren. Kurz danach kommt ein Kreisverkehr, an dem N. der von ihm geplanten Route, der Nr. 26 folgt, wenngleich diese in Fahrtrichtung nach links abbiegt. Im Kreisverkehr sehe ich zwar, daß mir H. nicht unmittelbar folgt, denke mir aber nichts dabei. Es regnet und ich folge N. und B., da ich keine Karte von Dänemark habe und keine Lust habe umzukehren und H. nachzurasen, der offensichtlich geradeaus weitergefahren war. Es war abgesprochen, daß wir in einem Rasthaus vor der dänisch-deutschen Grenze übernachten würden und ich vertraute darauf, daß wir uns auf der Autobahn schon wieder an einer Raststätte treffen würden. Ich rief H. auf seinem Handy an, nicht erreichbar. Ich rief bei ihm zuhause an und teilte H. mit, daß wir die 26 weiterführen und von Aarhus aus auf der Autobahn an jeder Raststätte nach ihm Ausschau halten würden, was wir dann auch taten. Kurz vor der Grenze verabschiedete ich mich von N.u.B., fand eine Übernachtungsmöglichkeit in Törning im Dorfkrug („Kro“, 450 dänische Kronen)
und erfuhr von H., daß H. bereits in Harrislee war und dort übernachtete.
 
So., 1.8.99
Bereits vor 9 Uhr bin ich beim Hänger-Abstellplatz und  H. ist bereits da. In gedämpfter Stimmung werden die Mopeds auf den Hänger geladen, exakt verzurrt, dann geht es gegen 10 Uhr auf die Heimreise, die wir – anders als bei der Hinfahrt – an einem Tag durchziehen.
 
Literatur und Karten:
Island - Reisehandbuch, Ulrich Quack, Iwanoski's Reisebuchberlag, Ettenheim, 3. Aufl. 1998/1999, ISBN 3-923975-39-2
Island, Jens Willhardt & Christine Sadler, Michael Müller Verlag, Erlangen, 1. Aufl. 1997, ISBN 3-932410-03-3
Island, Gudrun Maire Hanneck-Kloes, Oase Verlag, Badenweiler, 1. 1ufl. 1988
Asgard - Entdeckungsfahrt in die germansiche Götterwelt Islands, Walter Hansen; Gustav Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach, 1985, ISBN 3-404-64103-5
Islandkort, gesamt 1 : 600 000, und vier Teilkarten 1 : 300 000 (Nordvesturland, Nordausturland, Sudausturland, Sucvesturland)
 
 
 

 

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